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Öffentlicher Dienst: Lohnsteigerung 2017 und Tarifrunde 2018

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Drei Stapel Geldmünzen
Jan
26
2018

Öffentlicher Dienst erfreut sich über Lohnsteigerung; Foto: Beamte-Infoportal

Das vergangene Jahr brachte für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Lohnerhöhungen von insgesamt 2,7 Prozent und nach den Ergebnissen einer hierzu durchgeführten Analyse lagen die Bediensteten damit hinter den Arbeitern und Angestellten aus dem Metallhandwerk sowie der verarbeitenden Industrie des Textil- und Bekleidungsbereichs. Für die Tarifrunde 2018 sehen Experten gute Entwicklungschancen und eine positive politische Entwicklung zur erneuten Steigerung der Löhne.

Analyse einer Studie für das Jahr 2017

Die Ergebnisse einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts innerhalb der Hans-Böckler-Stiftung (WSI), die auch zentrale tarifpolitische Dokumentationsstelle der DGB-Gewerkschaften ist, ergaben wesentliche Unterschiede aus den verschiedenen Branchenbereichen. Die nominal am höchsten erreichte Tarifsteigerung für das Jahr 2017 ergab sich im Bereich der Textil- und Bekleidungsindustrie und betrug 3,1 Prozent. Das Metallhandwerk erzielte im Jahr 2017 eine Lohnsteigerung von 3 Prozent. Noch im oberen Bereich über dem Durchschnitt liegen das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie die tariflichen Lohnerhöhungen im Öffentlichen Dienst mit jeweils 2,7 Prozentpunkten. Der Bereich der chemischen Industrie kam auf Erhöhungen von 2,6 Prozent, gefolgt von der Metallindustrie und der privaten Verkehrsbranche mit jeweils 2,5 Prozent. Lohnerhöhungen, die dem genauen gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt entsprachen, gab es in den Bereichen Baugewerbe, Gebäudereinigung und der Deutschen Bahn AG in Höhe von 2,4 Prozent.

Diese nominellen gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsprozentpunkte erreichten auch die Tariflöhne und Tarifgehälter. Zieht man die steigenden Preise für Verbraucher in Höhe von 1,8 Prozent von den Nominalsteigerungen ab, so ergaben sich hieraus reelle Steigerungen der Tarifentgelte in Höhe von 0,6 Prozent. Professor Dr. Thorsten Schulten, Vorsitzender des WSI, erklärte hierzu, dass die Inflationsrate spürbar höher ausgefallen ist und sich hierdurch die realen Zugewinne bei den Löhnen für das Jahr 2017 in ihrer Gesamtheit niedriger darstellten als in den Vorjahren. Der wirtschaftliche Anstieg der Jahre 2014 bis 2016 war nach Aussage von Prof. Dr. Schulten auch auf die deutliche Erhöhung der Reallöhne zurückzuführen, die aufgrund der sehr geringen Preissteigerungen zwischen 1,9 und 2,4 Prozent lagen. Ein wesentlicher Faktor hierbei ist ebenfalls die Binnennachfrage, welche im vergangenen Jahr etwas schwächer war als in den Jahren zuvor, sich tendenziell aber immer noch leicht im Aufwärtstrend befand. Der Leiter des WSI verwies auf den wichtigen Punkt der ansteigenden Tariflöhne mit wirksamen Reallohnzuwächsen, die maßgeblich seien für eine konstruktive, stabile wirtschaftliche Entwicklung.

Tarifverträge und Faktoren im Jahr 2017

In die Berechnung der tarifrechtlichen Erhöhungen für das Jahr 2017 flossen neue Abschlüsse aus dem Kalenderjahr, aber auch Abschlüsse aus den Vorjahren, mit Laufzeiten bis zum Ende des Jahres 2017 ein. Die Abschlüsse der dem Deutschen Gewerkschaftsbund angeschlossenen Gewerkschaften umfassten im vergangenen Jahr Tarifverträge für insgesamt 8,7 Millionen Beschäftigte. Bei 10,5 Millionen Beschäftigten wurden im Vorjahr Erhöhungen wirksam, die bereits vor dem Jahr 2017 ausgehandelt wurden. Die Gültigkeitsdauer der Verträge stieg von 22,8 Monaten auf 25,6 Monate durchschnittlich leicht an. Die Gültigkeitsdauer der Verträge stieg von 22,8 Monaten auf 25,6 Monate durchschnittlich leicht an. Nach den Erläuterungen der WSI-Analyse zeigt sich die Entwicklung der Löhne eher schleppend und weist noch erhebliches Steigerungspotenzial auf, besonders wenn nicht nur die reale Preissteigerung berücksichtigt wird, sondern auch den von der Europäischen Zentralbank ausgegebenen Richtwert zur Zielsetzung der Inflationsrate von knapp 2 Prozentpunkten. Der Spielraum der gesamtwirtschaftlichen Verteilung, zusammengesetzt aus Produktivität und preislicher Entwicklung konnte im Jahr 2017 dennoch fast ausgeschöpft werden, da die Steigerungen der Tariflöhne in den Jahren zuvor hier teilweise über den zur Berechnung beitragenden Werten lagen.

Prof. Dr. Schulten sieht angesichts einer weiterhin guten konjunkturellen Entwicklung, welche sich auch in einer hohen Beschäftigungsrate mit niedrigen Arbeitslosenzahlen ausdrückt, ein deutliches Zeichen für eine positive Gehaltsentwicklung in den Tarifverhandlungen für das Jahr 2018, welche bereits begonnen haben. Diese lohnpolitischen Grundlagen werden in den gewerkschaftlichen Forderungen im Rahmen der Tarifauseinandersetzungen unterstrichen und weisen mit aktuellen Lohnsteigerungsanliegen von 6 Prozent sowie weiteren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen einen Weg, welcher deutlich höhere Abschlüsse als im Vorjahr gewährleisten soll.

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