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Lehrer

Lehrermangel – Belastung an den Schulen wächst

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Lehrer Mangel
Dez
10
2015

Lehrer Mangel; Bild: mapoli-photo - Fotolia

Eine komplette Schulklasse wird aufgeteilt und von Kolleginnen oder Kollegen der Parallelklassen oder anderer Jahrgangsstufen unterrichtet. Lehrer beaufsichtigen neben ihrer eigenen Klasse eine andere, weil eine Fachkraft wegen Krankheit ausfällt. Die Schüler sind mit Stillarbeit und Arbeitsblättern beschäftigt. Schulsituationen wie diese sind nicht selten. Und das Dilemma wird zunehmen. Denn aufgrund des anhaltenden Flüchtlingsstroms werden die Schülerzahlen steigen. Und daraus ergibt sich ein Mehrbedarf an gut ausgebildeten Pädagogen und Sozialarbeitern.

Hohe Arbeitsbelastung

Die Arbeitsbelastung an den Schulen ist seit jeher gestiegen. Es gibt immer mehr Aufgaben jenseits des Unterrichts und keine ausreichende Krankheitsreserve. Der Personalmangel wird oft durch unbezahlte Mehrarbeit ausgeglichen. Es bleibt wenig Zeit, um Stunden vorzubereiten oder Tests zu korrigieren, Fortbildungen zu absolvieren und bei der Weiterentwicklung der Schule mitzuwirken. Neben der Vermittlung von Lerninhalten ist das individuelle Eingehen auf unterschiedliche Bedürfnisse von Schüler und Schülerinnen erforderlich. Das Organisieren von Gruppen- und Einzelarbeiten ist gefragt, denn Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und besonders begabte Schüler haben individuelle Ansprüche. Hinzu kommt nun die Herausforderung, geflüchtete Kinder und Jugendliche zu integrieren.

Schulen stoßen an ihre Grenzen

Es fehlt an Räumen, Lehrern und Sozialpädagogen. Denn neben dem Personal für Regelklassen werden jetzt Deutsch-Lehrkräfte für Vorkurse der Flüchtlingskinder benötigt. Die meisten Migrantenkinder besuchen noch die Sprachkurse. Aber was passiert, wenn sie spätestens nach einem Jahr in die regulären Klassen wechseln? Schon jetzt sind viele Klassen überfüllt. Es wird über die Anhebung der Klassenobergrenzen nachgedacht, um nicht zusätzliche Klassen einzurichten. Das würde jedoch in manchen Klassen einen zweiten Pädagogen erfordern. In sozial schwierigen Bezirken sind ohnedies weniger Schüler in den Klassen vorgeschrieben, weil sie eine intensivere Begleitung benötigen. Größere Klassen sind hier fehl am Platz. Aber zusätzliche Klassen machen zusätzlichen Raum erforderlich, der genehmigt und finanziert werden muss.

Besonders förderungswürdige Schüler

Flüchtlingskinder landen oft in Schulen, die nicht genug Personal haben, um dem eigenen Förderbedarf gerecht zu werden. Dieser kann nur durch zusätzliches Personal gewährleistet werden. Die Haushaltsplanungen müssen das berücksichtigen und das Geld für bessere Räumlichkeiten und Personal bereitstellen. Daneben sind größere Stellenressourcen für die sonderpädagogische Förderung und mehr Zeit für Beratungsgespräche dringend gefragt. Besonders minderjährige Flüchtlingskinder ohne Begleitung oder traumatisierte Schüler brauchen eine therapeutische Begleitung. Hier fehlen nicht nur Lehrer und Sozialarbeiter, sondern auch Psychologen und Elternersatz. Außerdem mangelt es an Sonderpädagogen, um die Inklusion, also den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern, an den Schulen erfolgreich aufzubauen.

Gleiche Bildungschancen

Die Politik muss es schaffen, die Qualitätsstandards für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Denn jeder sollte — unabhängig von seiner sozialen Herkunft — die gleichen Chancen für einen guten Abschluss haben. Weniger Schulabbrecher und die Integration der Migrantenkinder stehen ganz oben auf der Liste. Investitionen in die Bildung zahlen sich am Ende aus, denn Jugendarbeitslosigkeit muss später ebenso finanziert werden.

Die Schulen können einen großen Beitrag leisten, den derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungsgang in positive Bahnen zu lenken. Sie brauchen dafür aber dringend zusätzliches Personal. Der Beginn einer gelungenen Integration der Flüchtlingskinder liegt in den Schulen, und das machen Lehrerinnen und Lehrer möglich. Aber sie haben keine Aussicht auf Erfolg, wenn die Lehrkräfte hoffnungslos überlastet sind.

Weiterführende Quellen:
  1. weser-kurier.de: Lehrer fordern 200 weitere Stellen

4 Kommentare

  1. Avatar MK 24. März 2016
    • Avatar Doris Rink 25. März 2016
  2. Avatar A. Kummer 2. Januar 2016
  3. Avatar Gerlinde Stegemann 11. Dezember 2015

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