Beamten-Infoportal Pixel

Kontakt

Nutzen Sie unseren kostenfreien Versicherungsvergleich für Beamte und Beamtenanwärter

06204 9 18 00 E-Mail

ÖffnungszeitenMontag bis Freitag 8.30 bis 17.30 Uhr

Das Original Beamteninfoportal

Über 15.000 Beamte vertrauen
jährlich unserer Fachkompetenz

WbV Onlinemakler GmbH Siegel seit 2003
Polizei

Traumatisierte Polizisten — Hilfe durch Polizeipsychologen

Nahaufnahme streifenwagen
Feb
10
2016

Streifenwagen; Bild: Heiko Kverling - Fotolia

Es gibt tatsächliche Dinge, auf die man in der Ausbildung nicht vorbereitet werden kann. Dazu gehören die schrecklichen Bilder von Mord, Vergewaltigung und anderen menschlichen Abscheulichkeiten. Doch nicht nur aufgrund dieser Tatsache erleiden viele Polizisten im Laufe ihrer Beschäftigung ein Trauma, sondern vor allem auch, wenn sie Gebrauch von ihrer Dienstwaffe machen müssen. Obwohl sich jeder der täglich mit Mord und Totschlag zu tun hat irgendwann eine Schutzmauer aufbaut, kommt es immer wieder zu Schlüsselerlebnissen die diese ins Wanken bringen können.

Prävention statt Behandlung

Eine Statistik der Polizei besagt, dass ein Polizist im Dienst jede Woche etwa drei traumatische Erlebnisse zu verarbeiten hat. Ein Normalbürger im Vergleich erlebt diese drei traumatischen Momente auf sein ganzes Leben verteilt. Durch den täglichen Umgang mit Tod, Unfällen und Morden haben sich die Polizisten natürlich ein „dickes Fell“ zugelegt, doch es gibt immer wieder den ein oder anderen Fall bei dem es kein ausreichend dickes Fell gibt. Damit die Polizisten nicht von den schrecklichen Bildern verfolgt werden und einen klaren Kopf bewahren können, sorgt die Polizei nun vor. Bei der Erfurter Polizei beispielsweise steht den Beamten Tag und Nacht eine Polizeipsychologin mit therapeutischer Ausbildung zur Verfügung, um im Ernstfall gleich vor Ort sein zu können. Die Polizisten mussten erst lernen, dass es okay ist eine Psychologin aufzusuchen, denn Männer tun sich im Allgemeinen deutlich schwerer damit.

Schusswaffengebrauch = Zwangsbehandlung

Nach den deutschen Dienstvorschriften muss jeder Polizist der im Dienst die Dienstwaffe abgefeuert hat danach zu einem Psychologischen Gespräch. Wir wären nicht in Deutschland, würde diese Regelung nicht auch gelten, wenn kein Mensch verletzt wurde. So kommt es schon einmal vor, dass mit dem Psychologen über einen Schuss auf einen Autoreifen geredet werden muss. Jedoch sind die meisten Vorfälle mit Dienstwaffengebraucht deutlich unlustiger. Viele Beamte kämpfen oft längere Zeit mit den Schulgefühlen und Zweifeln, ob der Waffengebraucht richtig war. Jedes Mal wenn ein Beamter eine Schusswaffe abfeuert und Jemand verletzt wird oder sogar stirbt, wird der agierende Polizist als Beschuldigter betrachtet. Erst die nachfolgenden Untersuchungen ergeben dann Schuld, beziehungsweise Unschuld des Beamten. Das sei, laut Polizeipsychologe, die schlimmste Zeit für den betroffenen Beamten, denn er wird vom Gesetzeshüter quasi zum Täter degradiert. Hier hilft vielen Beamten das Gespräch mit einem Psychologen, denn dieser steht unter Schweigepflicht.

Beamte bei Leib-und Leben Delikten besonders anfällig

Vor allem solche Beamten, die sich täglich um die sogenannten Leib — und Leben Delikte kümmern sind nach Ansicht der Psychologen besonders anfällig für Traumata. Diese Beamten betreuen die Angehörigen bei Unfällen oder Morden, sind am Tatort und bereiten den Fall für die Staatsanwaltschaft vor. Auch unter Sanitätern, Feuerwehrmänner und Ärzten gibt es einen großen Bedarf an psychologischer Betreuung. Viele der Betroffenen, die sich nicht anders zu helfen wissen, flüchten sich in Sarkasmus. Da all diese Beamten einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten, sollte ihnen dringend die Angst davor genommen werden, dass ein Gespräch mit einem Psychologen als Schwäche gewertet wird.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. thueringer-allgemeine.de: Gegen das Trauma: Wie eine Polizeipsychologin den Beamten hilft
  2. stern.de: Wie Beamte zu Sadisten werden
  3. nadir.org: Polizeipsychologie im Rahmen eines institutionalisierten Psychologischen Dienstes

Versicherungsvergleich

Die Experten des Beamten Infoportals stehen Ihnen mit geschultem Fachwissen und Erfahrung zur Seite.

Der Service ist für alle Beamte, Beamtenanwärter und Referendare kostenlos und unverbindlich!

Angaben für einen unverbindlichen Versicherungsvergleich
Angaben zum Versicherungsnehmer
Bitte wählen Sie Ihre Anrede aus
Kontaktdaten
Bitte geben Sie Ihren Wohnort an
Bitte geben Sie Ihre Straße an
Die Hausnummer darf nur aus Nummern bestehen
Bitte bestätigen Sie, dass Sie die Datenschutzbestimmungen und Erstinformationen gelesen haben
Erstinformationen herunterladen
Erstinformationen - WbV Onlinemakler GmbH ist immer für Sie da und berät Sie als unabhängiger Versicherungsmakler - immer persönlich und kostenfrei.

Sichere Datenübertragung durch SSL-Verschlüsselung