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Polizei

Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Polizist steht vor Demo
Dez
9
2015

Polizist steht vor Demo; Bild: Heiko Barth - Fotolia

Die Zahl der verbalen und körperlichen Übergriffe auf Bedienstete im öffentlichen Dienst während der Ausübung ihrer Tätigkeiten hat drastisch zugenommen. Busfahrer werden beleidigt und bedroht, Bedienstete von Verwaltungen, Polizisten und sogar Rettungskräfte sind wachsender Aggressivität ausgesetzt. Schwere körperliche Attacken wie die tödlichen Angriffe in Jobcentern sind selten aber sie finden immer wieder statt.

Straftäter oft zwischen 20 und 39

Gewalttaten gegen Polizeibeamte finden hauptsächlich in größeren Städten schwerpunktmäßig an Wochenenden in den Nachtstunden statt, da Drogen- und Alkoholkonsum bei den meist jugendlichen Angreifern zu einem höheren Gewaltpotential führt. Rettungskräfte, die Verletzten zu Hilfe kommen, werden angespuckt und attackiert. Patienten, die mit Handschellen in den OP gefahren werden, weil sich Rettungsärzte schützen müssen, sind deshalb keine Seltenheit. Tatorte sind nicht nur Großveranstaltungen oder soziale Brennpunkte. Ein beträchtlicher Teil der Übergriffe ereignet sich in guten Wohngegenden. Auch die Angriffe auf Behördenmitarbeiter häufen sich. Sachbearbeiter an Führerscheinstellen werden bedroht, wenn sie die Fahrerlaubnis verweigern. Vorfälle in der Bundesagentur für Arbeit sind oft die Folge einer ausweglosen beruflichen und finanziellen Situation. Dann kann ein emotional aufgeladener Konflikt durch zusätzlichen Druck eskalieren.

Allgemein können falsche Erwartungen und Fehleinschätzungen sowie sprachliche Probleme zu aggressivem Verhalten gegenüber Behördenmitarbeitern führen.

Maßnahmen

Die zunehmende Bedrohung zwingt die Arbeitgeber zum Handeln. Mitarbeiter müssen theoretisch und praktisch auf mögliche Konflikte vorbereitet werden. In Gefahrensituationen können Deeskalationspraktiken und Trainingsprogramme wie körperschonende Abwehrtechniken die Mitarbeiter unterstützen. Auch technische und organisatorische Maßnahmen wie Warteschlangenmanagement, Notausgänge und Sicherheitspersonal stehen in der Diskussion. Der Beamtenbund fordert Sicherheitsmaßnahmen an Türen und Alarmsysteme am Arbeitsplatz. Weil Spuckattacken gegen Polizisten im Einsatz immer häufiger werden, setzt man vereinzelt sogar Baumwollhauben ein, die die Beamten in ihrer Würde aber auch gegen die Übertragung von Krankheiten schützen sollen. Verbesserungen bei der Schutzausstattung sind nicht für jeden vorgesehen. Die Einsatzkleidung von Rettungskräften ist keine Schutzkleidung gegen tätliche Angriffe. Deshalb legen sich Sanitäter auf eigene Kosten Stichschutzwesten zu, damit sie nicht zu Opfern werden.

Auswirkungen auf Mitarbeiter

Laut einer Empirischen Untersuchung der Hochschule Darmstadt von 2012 „zu Aggressivität und Gewalt in der Kundenbeziehung“ müssen „etwa 10% der von gewaltsamen Übergriffen betroffen Mitarbeiter ärztlich behandelt werden. 5% waren im Anschluss sogar arbeitsunfähig.“ Auch die physischen Auswirkungen sind gewaltig. Die betroffenen Mitarbeiter fühlen sich oft hilflos, sie sind frustriert und haben innerlich schon gekündigt. Sie werden von Angstzuständen und Depressionen geplagt. Manchmal treibt der Stress die Beschäftigten in die Arbeitsunfähigkeit.

Gesetzeslage

Nach §113 und $114 StGB wird Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, mit Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Das Gesetz wurde erst 2011 verschärft, nachdem die Vorfälle drastisch zugenommen hatten. Insbesondere Polizeibeamte und Mitarbeiter der Ordnungsämter tragen ein erhebliches Risiko, bei Durchführung ihrer Amtshandlung angegriffen zu werden. Skandalös ist, dass auch bei Rettungseinsätzen die Hilfeleistenden des Katastrophenschutzes, Feuerwehrleute oder Sanitäter tätlich behindert werden.

Die Gesellschaft wird sich für ein respektvolles Miteinander stark machen müssen. Eltern und Lehrkräfte sind in hohem Maße herausgefordert, aggressive Umgangsformen deutlich zurückzuweisen, aber auch Anerkennung und Respekt gegenüber anderen zu vermitteln. Dazu zählt auch die Wertschätzung von Leistungen – der eigenen und der anderen — oder einfach die Anerkennung der Leistungen, die Helfer und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst täglich erbringen.

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