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Ein Praktikumstag für Pädagogen

Kinder sitzen an ihrer Schulbank mit PCs und digitalen Tablets für Aufgaben; Gorodenkoff - adobe stock
Sep
14
2015

Blick von oben; Foto: Gorodenkoff- adobe stock

Normalerweise sind es die Schüler, die im Laufe ihrer akademischen Laufbahn Orientierungshilfen brauchen und deshalb im Idealfall mehrere Praktika absolvieren um den Beruf zu finden, der zu ihnen passt. Oftmals werden hierfür vielerorts von den Schulen sogenannte Praktikumstage organisiert, bei denen die Schüler während der Schulzeit in heimischen Betrieben Arbeitsluft schnuppern dürfen. Diesmal jedoch sind es in Aschberg die Lehrer, die mit Lehrer-Praktikumstagen innerhalb der Betriebe wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.

„Kein Abschluss ohne Anschluss“

Mit diesem Motto geht Nordrhein-Westfalen einen ersten großen Schritt in Richtung effektivere Berufsvorbereitung der Jugend. Natürlich es ist toll, wenn jedes Jahr Schüler erfolgreich die Schule verlassen, allerdings können diese ihre Talente und Neigungen nur dann ausleben, wenn sie den richtigen Beruf finden. Es wird zwar bereits seit Jahren an vielen Schulen dafür gesorgt, dass es so etwas wie eine Praktikumspflicht gibt, allerdings wissen nur die wenigsten Lehrer ob die Schüler tatsächlich einen Berufseinblick erhalten oder nur Hilfsarbeiten verrichten dürfen. Auch deshalb entschied sich Aschberg für den Lehrer-Praktikumstag.

Schluss mit Negativ-Image der Ausbildungsberuf

Immer mehr Jugendliche schaffen mittlerweile den Sprung aufs Gymnasium, immer weniger stehen der Werkreal- und der Realschule zu Verfügung. Wenn tatsächlich alle Schüler die einen Gymnasialabschluss haben einen akademischen Beruf anstreben, bleiben noch mehr Ausbildungsplätze als ohnehin schon, unbesetzt. Auch mir Vorurteilen, dass man nur mit einem Studium gutes Geld verdienen kann, soll aufgeräumt werden. Zudem haben sich auch die Anforderungen an die Ausbildungsberufe deutlich verschärft. Die Meinung, dass Ausbildungsberufe eines Akademikers unwürdig seien muss endlich aus den Köpfen der Lehrer und Schüler verbannt werden und der erste Einblick in solch einen Betrieb kann manchmal Wunder wirken.

Lehrer sind begeistert

Zumindest in Ascheberg stieß das Experiment Lehrer-Praktikumstag auf allgemeine Begeisterung. Egal ob der Mathe-Lehrer für einen Tag zum Fleischer wurde oder die Deutschlehrerin zur Bäckerin, alle waren begeistert einmal eine andere Arbeitswelt kennen zu lernen. Das zeigt wie wichtig es ist auch die Lehrkräfte bezüglich der karrieretechnischen Optionen ihrer Schützlinge auf dem Laufenden zu halten. Und vielleicht wird durch diesen Schnupper-Tag dem einen oder anderen Schüler von seinem Lehrer ein anderer Weg gezeigt als ein Studium. Wichtig ist letztlich nämlich nicht was man macht, sondern wie man es macht.


Weiterführende Quellen zu diesem Thema

1. ascheberg.de
2. Lehrer-Praktikumstag
3. spiegel.de