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Gesundheitswesen: Gesetzlicher Krankenversicherung droht Milliardendefizit!

Versorgungsabschlag, zerschnittener Geldschein
Okt
23
2019

Gesetzlicher Krankenversicherung droht Milliardendefizit; Bild: Africa Studio - Fotolia

Im Gesundheitswesen stehen in den nächsten Jahren erhebliche Anpassungen und Neustrukturierungen an. Jüngste Studienuntersuchungen zeigen auf, dass besonders die gesetzlichen Krankenversicherungen gegensteuern müssen, da sonst im Laufe der nächsten 20 Jahre ein Defizit bis zu 50 Milliarden Euro droht.


Jahrelang haben die gesetzlichen Kassen (GKV) von Milliarden-Überschüssen profitiert, nun stehen für die nähere Zukunft wieder negative Prognosen an. Spätestens gegen Mitte der 2020er-Jahre werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen die Einnahmen aus den Beiträgen der Versicherten wieder weit übersteigen, so das Ergebnis des aktuellen MPL-Reportes, welcher auf Datenerhebungen des Institutes für Demoskopie Allensbach (IfD) beruht und von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Als Fazit stünde dann bis zum Jahr 2040 ein mögliches Defizit von rund 50 Milliarden Euro.


Demografische Entwicklung und Stärkung der privaten Zusatzversicherung

Laut Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP, sind die zukünftigen Herausforderungen an das Gesundheitssystem sehr groß. Ein wesentlicher Anteil beim stetigen Anstieg der enormen Kosten sei in der demografischen Entwicklung begründet. Die Gesellschaft werde immer älter und somit steige auch die Inanspruchnahme von gesundheitlichen Leistungen. Dieser Druck wirke sich besonders auf die gesetzliche Krankenversicherung aus, so Schroeder-Wildberg. Für eine solide zukünftige Entwicklung sei es ratsam, die GKV übernehme eine sichere Grundversorgung und parallel müsse eine Stärkung der privaten Zusatzversicherung erfolgen.


Der Report sieht eine Deckelung der zu erwartenden Ausgaben nur mit einer schrittweisen Anhebung des Beitragssatzes von derzeit 14,6 Prozent auf 16,9 Prozent. Diese Auffassung teilen auch die meisten Befragten innerhalb der Studie. Zwar haben rund 77 Prozent ein grundsätzliches Vertrauen in das bundesdeutsche Gesundheitssystem, aber dennoch gehen auch 72 Prozent davon aus, dass die Beiträge zur GKV wieder ansteigen werden. Noch im Jahr 2018 betrug der GKV-Überschuss rund 2 Milliarden Euro mit einem Gesamtrücklagevolumen von 21 Milliarden Euro. Eine alternative Zukunftsfinanzierung bestünde in der Ausweitung der Bundeszuschüsse von 14,5 Milliarden auf 70 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040.


Konstruktive Debatte


Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung, sieht ihre Organisation als gemeinnützige Einrichtung, die notwendige gesellschaftliche Reformen anstoßen möchte. Mohn sieht aufgrund des MLP-Gesundheitsreports den gleichmäßigen Lauf zwischen Einnahmen und Ausgaben in Bezug auf die gesetzliche Krankenversicherung als beendet und fordert in diesem Zusammenhang eine vorbehaltlose Debatte zur zukünftigen Finanzierung des Gesundheitssystems. Diese dürfe auch einen Solidaritätsausgleich der gesellschaftlich Bessergestellten und diesbezüglich meist auch „gesünderen“ Bevölkerungsteile nicht ausnehmen. Vor allem Befürworter der sogenannten „Bürgerversicherung“ könnten die Studie erneut zum Anlass nehmen, eine solidarische Finanzierung des Gesundheitssystems durchzusetzen, um kommenden Herausforderungen gerecht zu werden.


Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. versicherungsjournal.de – Studie: Der GKV droht ein Defizit von fast 50 Milliarden Euro
  2. tagesschau.de – Milliarden-Minus statt Milliarden-Plus?
  3. focus.de – Bei welchen Krankenkassen Sie jetzt vor höheren Beiträgen zittern müssen
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