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Gesundheitsprämien: Fitnesstracker als Krankenkassenüberwachung?

Geschätzte Lesezeit: 1-2 Minuten
Fitnesstracker
Apr
20
2016

Frau mit Fitnesstracker; Bild: Peter Atkins - Fotolia

In Zeiten von BigData, in denen jeder Internetnutzer unglaubliche Datenmengen zur Verfügung stellt, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Krankenversicherungen diese Möglichkeiten ausschöpfen. Seit einiger Zeit werden die sogenannten Fitnesstracker oder Activitytracker immer populärer. Diese zeichnen vor allem die körperliche Verfassung, aber auch die tägliche Bewegung auf und stellen somit einen Indikator für Gesundheit zur Verfügung. Einige Kassen haben den Gesundheitstrend erkannt und fördern ihn gezielt. So gibt es bei einigen Versicherern bereits Zuschüsse oder sogar Gesundheitsprämien, wenn man sich auf solch einen Fitnesstracker einlässt.

Anreize schaffen

Erklärtes Ziel der Versicherungen ist es mit sogenannten Gesundheitsprämien Anreize für einen gesünderen Lebensstil zu schaffen. Dabei sollen Fitnesstracker und Gesundheits-Apps als Motivationshilfe für den Kunden dienen. Die Wirkung dieser Methode bewies bereits der südafrikanische Konzern Discovery. Er belegte, dass man die Krankenkosten um ganze 18 Prozent senken könne, wenn man den Versicherungsnehmer zu einer gesünderen Lebensweise motivieren könnte. Der italienische Versicherer Generali will demnächst in Zusammenarbeit mit Discovery auch in Deutschland eine erste verhaltensbasierte Krankenversicherung ins Leben rufen.

Die „German Angst“ vor Veränderung?

Die Deutschen sind im internationalen Vergleich ein eher vorsichtiges Volk, wenn es um Datensicherheit geht. Daher hat sich auch der Begriff der „German Angst“ unter anderem im Zusammenhang mit Datenschutz eingebürgert. Auch bezüglich der sogenannten „verhaltensbasierten“ Krankenversicherung wurden bereits erste Zweifel laut. Man befürchtet eine Benachteiligung chronisch kranker Versicherungsnehmer sowie den „gläsernen Kunden“. Die Befürchtungen gehen sogar so weit, dass man mit Echtzeitübertragung der Gesundheitsdaten an die Krankenversicherungen rechnet. Das würde bedeuten, dass ein Versicherer den monatlichen Beitrag zukünftig danach richten könnte, wie viel Sport sein Versicherungsnehmer gemacht hat und in welchen Restaurants er essen war.

AOK und Barmer als Vorreiter

Vor allem die Versicherer AOK und Barmer legen sich bei der Kooperation mit den Fitnessgadgets ordentlich ins Zeug. Die AOK kooperiert bereits seit 2002 mit der Fitnessplattform Decadoo, wo Hobbysportler die Daten ihrer Fitnesstracker hochladen und mit anderen Teilnehmern vergleichen können. Natürlich erhalte die AOK keine spezifischen Daten, sondern lediglich Durchschnittswerte, so der Anbieter. Derzeit entsteht aus dieser Zusammenarbeit ein Punktesystem, welches Payback ähnelt. Wer anhand von Daten nachweislich gesünder lebt, bekommt Punkte gutgeschrieben und kann diese gegen Prämien tauschen. Auch die Barmer Versicherung hat eine eigene Fitness-App die mit Daten gefüttert werden kann. Seit April 2014 nutzen diese App, nach Angaben des Versicherers, rund 50.000 Menschen. Auch hier sollen Anreize über ein Prämien-Modell geschaffen werden. Ob sich dieser Trend zukünftig durchsetzen wird, wird sich erst noch zeigen.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. welt.de – Diese Krankenkassen bezuschussen die Apple Watch
  2. datenschutzbeauftragter-info.de – Fitness-Tracker: Potenzial für Krankenkassen und Arbeitgeber

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