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Berlin: Neue Werbekampagne gegen den akuten Lehrermangel

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Berlin
Okt
10
2017

Personalmangel immer größer - Löst eine neue Werbekampagne Berlins Lehrer-Notstand?; Foto: Beamten-Infoprortal

Mit einer großflächig in der Bundesrepublik startenden Werbeoffensive will die Berliner Bildungsverwaltung junge Menschen in die Hauptstadt locken, um dort zukünftig die zu besetzenden Stellen als Lehrer und Erzieher zu besetzen. Mit dieser bislang in Deutschland einzigartigen Kampagne sollen zwar auch qualifizierte Lehrkräfte angesprochen werden, doch richtet sich der Aufruf auch an Berufsanfänger oder Quereinsteiger, von denen gerade Berlin in der jüngsten Vergangenheit beinahe 50 Prozent einstellte, um vor allem den Bedarf an den Grundschulen abzudecken.

Große Personalnot

Nach neuen Berechnungen werden allein in Berlin innerhalb der nächsten sieben Jahre 14.000 neue Lehrer benötigt. Die akute Personalnot erfordert außergewöhnliche Maßnahmen. Nach Auskünften der Bildungsverwaltung sollen zu Beginn der nächsten Woche an vielen Fernbahnhöfen wie Frankfurt am Main, Dortmund und Hannover große Plakatflächen mit dem Slogan „Du hast unseren Kindern gerade noch gefehlt“ die Werbeaktion einläuten. Geschaltete Anzeigen und Promotionteams, die in der gesamten Republik unterwegs sind und beispielsweise Postkarten sowie Flyer verteilen, begleiten den Schritt.

Von einer personellen Auslese ist in Berlin schon lange keine Rede mehr. Viele in Berlin tätige Lehrer sind mittlerweile froh, dass man überhaupt noch Mitarbeiter für das Lehramt gewinnen kann. Von einer soliden Gewährleistung der Unterrichtsqualität scheint man längst abgerückt. Viele Quereinsteiger müssen ohnehin durch ausgebildete Lehrer unterstützt werden, um einen qualifizierten Abschluss möglich zu machen. Auf der anderen Seite ist es gerade die Lebens- und Berufserfahrung, die Quereinsteigern einen gewissen Vorteil verschafft und deren Bestrebungen verstärkt, nach einem langfristigen Beschäftigungsverhältnis im neuen Betätigungsfeld.

Der Berliner Weg

Im vergangenen Jahr schaltete das Land Berlin bereits verstärkt in den Niederlanden und in Österreich großzügige Anzeigen, unter anderem mit dem Werbespruch „Keine Berge. Aber tolle Aussicht“. Zwar legte die Berliner Verwaltung hinsichtlich des Erfolges gegenüber der Presse keine Zahlen vor, aber ein großer Erfolg für die weltoffene Stadt Berlin schien die Kampagne augenscheinlich nicht gewesen zu sein. Früher hatte man bereits in Bayern gezielt nach Lehramtsabsolventen gesucht und konnte hier auch einige für Berlin gewinnen, da Bayern zeitweilig nur die Besten der Abschlussjahrgänge einstellte. Da in Berlin Lehrer zumeist nur angestellt werden und nicht verbeamtet, verließen jedoch viele die Stadt wieder.

Überhaupt sind die einzelnen Bundesländer aufgrund der prekären Situation im ständigen Wettbewerb untereinander. Mecklenburg-Vorpommern finanzierte zuletzt aus Haushaltsmitteln rund eine halbe Million Euro für eine ähnliche Anzeigenkampagne. Da scheinen die Berliner Ausgaben von 150.000 Euro noch relativ bescheiden. Die Berliner Bildungsverwaltung setzt für die Zukunft auf Datenerfassung und Analyse. Konzept ist es genau zu wissen, wo die neuen Lehrkräfte herkommen könnten, die bislang zu großen Teilen aus Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern stammen.

Nach wie vor werden am dringendsten Grundschullehrer und ausgebildete Sonderkräfte für die Inklusion gesucht. Auf den weiterführenden Schulen sind Fachlehrer für Mathematik, Chemie, Physik und Informatik sehr schwer zu finden. Da in Berlin eine große Zahl der Lehrer in Teilzeit arbeitet, könnte sich die Anzahl der in den kommenden Jahren benötigten Stellen noch erhöhen. Dringend zu besetzen sind Plätze, die durch die in Ruhestand gehenden Pädagogen frei werden und die durch die stetig ansteigenden Schülerzahlen neu benötigt werden. Da fast alle Bundesländer vor einer ähnlichen Bildungsproblematik stehen, wird es auch für Berlin ein schwieriger Weg bis zum Schuljahr 2024/2025 werden.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. berliner-zeitung.de: Personalmangel immer größer Löst eine neue Werbekampagne Berlins Lehrer-Notstand?

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