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Asyl-Beamte fordern Zuschläge

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Dez
10
2015

Noch immer ist der Flüchtlingsstrom nach Deutschland nahezu ungebremst. Nicht nur die Menschenzahlen steigen, sondern auch die Asylanträge häufen sich immer mehr. Es fehlen zur Bearbeitung der Anträge noch immer Beamte, daher verläuft die Bearbeitung der Asylanträge im Bundesflüchtlingsamt auch eher schleppend. Der Beamtenverband fordert nun aufgrund der enormen Belastung für jeden einzelnen Beamten einen angemessenen Vergleich für Mehrarbeit.

Kritik gegen Asyl-Beamte unberechtigt

Weil die Bearbeitung der Asyl-Anträge gerade nur sehr schleppend voran geht, wurden bereits des Öfteren Schmährufe gegen die Beamten laut. Man wirft ihnen vor aufgrund der „Beamten-Arbeitsmoral“ nicht mit der Bearbeitung voran zu kommen. Diese, seiner Meinung nach, unhaltbaren Beschuldigungen zerstreute der Vorsitzende des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden mit Nachdruck. Er ließ verlauten, dass die Bereitschaft weiter über die normale Arbeitszeit hinaus zu arbeiten, definitiv da sei. Wer von den Beschäftigten noch mehr verlangen wolle, der müsste ihnen ein faires Angebot machen. Bezug nimmt der Vorsitzende hier vor allem auf einen vollen Ausgleich für alle geleisteten Überstunden. Die Asyl-Beamten würden sich keinesfalls gegen Wochenends- oder Schichtarbeit wehren. Dieser Eindruck sei schlichtweg falsch. Der Vorsitzende vertritt weiterhin die Ansicht, dass nur ein Gespräch ohne Schuldzuweisungen und auf Augenhöhe erfolgreich sein könne.

300.000 alte Fälle unbearbeitet?

Tatsächlich waren die bisherigen Gespräche mit den Asyl-Beamten alles andere als „auf Augenhöhe“ verlaufen. Erst letzten Freitag hatte der Vorsitzende der Konferenz der Landesinnenminister massive Kritik an den Asyl-Beamten geübt. Seine Aussage „Man kann auch samstags und sonntags durchaus tätig werden“ stieß vielen Beamten sauer auf. Des Weiteren führte er auf, dass nach seinen Angaben zusätzlich zu den Neuanträgen noch etwa 300.000 alte Fälle auf die Abwicklung warten. Allein dieses Jahr kämen weitere Hunderttausend hinzu. Auch Mecklenburg-Vorpommern will nun Überstunden für die Asyl-Beamten einführen. Auch Rheinland-Pfalz spricht bereits von untragbaren Zuständen. In diesen Zeiten ginge ein reiner Montag-bis-Freitag-Dienst nicht mehr.

De Maizière lobt Einsatz

Während die Arbeit der Asyl-Beamten von vielen Beteiligten kritisiert wird, lobte Bundesinnenminister De Maizière deren Einsatz und mahnte zur Geduld. Er erkannte die monatelange Arbeit unter höchster Belastung an, und sagte in einem Interview, dass die durchschnittliche Antragsdauer sogar gesunken sei. Es wird zudem davon ausgegangen, dass sich die Verfahrensdauer in den nächsten Monaten noch einmal drastisch kürzen würde. Bisher waren für die Bearbeitung der Asylanträge 3300 Stellen zuständig. Im nächsten Jahr sollen 4000 weitere geschaffen werden und so die Verfahren beschleunigen. Selbstgestecktes Ziel sind hierbei 80.000 bearbeite Anträge monatlich. Im Oktober diesen Jahre waren es monatlich bereits 30.000 bearbeitet Asylanträge. Doch voraussichtlich wird es noch zwei Jahre dauern, bis diese Ziele verwirklicht werden können. Auch das ehrgeizige Ziel 40.000 Verfahren von Asylbewerbern aus den Westbalkenstaaten bis Ende des Jahres abzufertigen, wird wohl unerfüllt bleiben. 
Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
morgenpost.de – Beamte im Asylamt fordern Zuschläge abendblatt.de – Beamte im Flüchtlingsamt fordern Zuschläge für Mehrarbeit welt.de – Asylkrise macht öffentlichen Dienst zum Jobparadies

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