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Personalprobleme im Jahr 2030 im Öffentlichen Dienst

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Apr
18
2017

Öffentliche Hand im Jahr 2030 Personalprobleme; Foto: Beamten-Infoportal

Die öffentliche Hand wird im Jahr 2030 ca. 816.000 Stellen nicht besetzen können. Davor warnt jüngst eine aktuelle Studie. Könnte dieser Personalengpass die Zukunft der Bundesrepublik gefährden? Immer öfter fällt der Unterricht an Schulen aus, die Kita hat wegen Krankheit geschlossen oder wichtige Anlaufstellen bei Behörden haben nur halbe Tage geöffnet. Dies alles macht den Kontakt zu öffentlichen Stellen zu einem Kunststück der Organisation. Dies könnte jedoch alles erst der Anfang sein, denn für 2030 prognostiziert eine Studie mehr als 816.000 unbesetzte Stellen.

Es geht um Bildung und Verwaltung

Betroffen sein werden auf jeden Fall die Bildungseinrichtungen, sowie die öffentliche Verwaltung. PwC (PricewaterhouseCoopers) hat eine Studie durchgeführt, die genau dies belegt. Es wird auch in Zukunft einen Mangel an qualifizierten Bewerbern für freie Stellen im öffentlichen Dienst geben. Natürlich gibt es auch in anderen Bereichen einen Fachkräftemangel. Der Staat als Arbeitgeber wird die Auswirkungen jedoch besonders deutlich zu spüren kriegen. Während in der Industrie viele Arbeiten durch Automation durchgeführt werden können, muss in den öffentlichen Bereichen des Staates alles händisch erledigt werden.

Die Grenzen der Leistungsfähigkeit sind erreicht

Allein bei den Verwaltungsfachangestellten werden bis 2030 276.400 Stellen frei bleiben, da es keine passenden Bewerber geben wird.

Infografik: Fachkräftemange im Öffentlichen Dienst im Jahr 2030
Infografik: Fachkräftemange im Öffentlichen Dienst im Jahr 2030

Mehr als 194.000 Lehrerstellen können nicht besetzt werden. Auch dies besagt die Studie von PwC. Leider trifft dieser Sachverhalt auf eine Zeit, in der Deutschland gerade durch die Flüchtlinge und deren Bildung vor ungeahnte Herausforderungen gestellt wird.

Vorhandene Kräfte sind überfordert. Es fehlt an allen Ecken und Kanten die Zeit, sich ausreichend mit einem Thema zu beschäftigen. Darunter leider beispielsweise auch die Arbeit in den Kitas. Damit die Kitas alle Anforderungen bewältigen könnten, bräuchten sie pro Jahr ca. 1.3 Milliarden mehr Gelder als bisher.

Insgesamt fehlen in den Kitas rund 21.800 Vollzeitkräfte. Um dies auszugleichen, müssten die Kitas feste Leistungen bekommen, die gesetzlich verankert und finanziell gesichert sind, meint Jörg Dreger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Um alle Stellen zu besetzen, müssten 1.3 Milliarden Euro mehr in die Leistungen der Kitas fließen. Das wäre ca. 1/5 des gesamten Haushalts für die Kinder-Tagesbetreuung.

Bruttomonatsverdienst
Infografik: Bruttomonatsverdienst

Öffentlicher Sektor ebenfalls betroffen

Natürlich ist auch der öffentliche Sektor vom Fachkräftemangel betroffen. Trotz rekordverdächtiger Steuereinnahmen und Lohnerhöhungen konnten nicht ausreichend Mitarbeiter für die offenen Stellen rekrutiert werden.

Unis sind gut besucht – Trotzdem gibt es keine Entwarnung

Die Bezahlung der Mitarbeiter ist nicht das Problem laut PwC. Der Verdienst ist sehr gut in öffentlichen Stellen. Schon als Hilfsarbeiter verdient man beim Staat 2458 Euro im Monat. Techniker bekommen schon 3455 Euro. Trotzdem entstehen immer größere Lücken zwischen Personalbedarf und Personaldecke.

Bruttomonatsverdienst
Infografik: Berufsgruppen mit größtem Fachkraftmangel

Der demografische Wandel macht auch vor dem öffentlichen Dienst nicht halt. Bis 2030 werden in den meisten Städten insgesamt 320.000 Akademiker fehlen. 2008 gab es noch einen Überschuss, doch wegen nicht ausgeschriebener Stellen gingen viele Bewerber in die Wirtschaft oder das Ausland.

Bundesbehörden sind als Arbeitgeber sehr attraktiv, da eine Nähe zu Ballungszentren besteht. Kommunen und Gemeinden haben es deutlich schwerer und finden keinen Nachwuchs. Besonders die neuen Bundesländer, sowie Berlin werden hier große Probleme bekommen. Die Altersstruktur lässt sich nicht darauf deuten, dass es viele Fachkräfte für die öffentlichen Stellen geben wird bis 2030.

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