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Ratgeber

Welche Versicherungen brauchen Beamte?

Geschätzte Lesezeit: 4-5 Minuten
Welche PKV ist die richtige
Nov
1
2012

Welche Versicherung für Beamte? Bild: Beamten-Infoportal

Ratgeber zur richtigen Versicherungswahl

Für Beamte gelten andere Regelungen als für normale Arbeitnehmer. Sie haben daher auch andere berufsspezifische Risiken zu tragen. So haften sie beispielsweise im Gegensatz zu Arbeitnehmern für Schäden, die sie im Rahmen ihres Dienstverhältnisses verschulden. Aber auch die Regelungen zu Krankenversicherung, Pensionsregelungen und Dienstunfähigkeit weichen von denen für Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft ab. Beamte brauchen daher auch speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Versicherungen. Ebenso gibt es bestimmte Versicherungen, die für Beamte ungeeignet bzw. überflüssig sind. Nachfolgend haben wir für Sie die einzelnen Versicherungen für sie erläutert und erklären Ihnen, wie wichtig die jeweilige Versicherung für Beamte ist.

Versicherungenstipps:


Berufsunfähigkeit

Das Beamtenrecht kennt den Begriff der Berufsunfähigkeit nicht. Beamten werden stattdessen dienstunfähig geschrieben. Das Problem dabei: Um dienstunfähig geschrieben zu werden, müssen wesentlich weniger Voraussetzungen erfüllt werden, als für eine Berufsunfähigkeit. Sprich: Nicht jeder Beamte, der dienstunfähig ist, ist auch automatisch berufsunfähig. Eine einfache Berufsunfähigkeitsversicherung genügt daher für Beamte nicht. Die entsprechende Versicherung muss durch den Zusatz der Dienstunfähigkeit ergänzt sein. Durch die niedrigeren Voraussetzungen ist das Risiko einer Dienstunfähigkeit wesentlich größer als das einer Berufsunfähigkeit. Beamte haben daher sogar ein erhöhtes Risiko, ihren Arbeitsplatz aufgrund einer Erkrankung zu verlieren. Die Absicherung der Arbeitskraft ist daher für Beamte eine der wichtigsten Versicherungen.

Bei der Wahl der Versicherung bzw. des Tarifes sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen. Denn für die Leistungen im Versicherungsfall sind in erster Linie die Versicherungsbedingungen entscheidend. Diese können sich je nach Gesellschaft und Tarif gravierend unterscheiden. Wer hier vorher an der falschen Stelle gespart hat, erhält nur unzureichende oder im schlimmsten Fall gar keine Leistungen. Der Beamte sollte sich deshalb vor Abschluss der Versicherung durch einen unabhängigen Fachmann beraten lassen.

Private Haftpflicht

Die private Haftpflichtversicherung zählt in Deutschland zu den wichtigsten Versicherungen. Denn wer in Deutschland einem Dritten einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Während ein kaputtes Fenster nur ärgerlich ist, können vor allem Personenschäden schnell in die Hunderttausende gehen. Eine private Haftpflichtversicherung sollte deshalb unbedingt abgeschlossen werden. Bei einer geringen Jahresprämie schützt sie davor, ein Leben lang für versehentlich verursachte Schäden haften zu müssen.

Diensthaftpflicht

Die Diensthaftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen für Beamte. Denn im Unterschied zu normalen Arbeitnehmern haftet der Dienstherr nicht für die Schäden, die Beamte bzw. Angestellte des öffentlichen Dienstes während ihrer Dienstzeit verursachen. Haftbar ist der Beamte/Angestellte selbst — und zwar persönlich und unbegrenzt! Gerade Berufe wie Lehrer oder Polizist haben ein höheres Gefahrenpotenzial als erwartet. Darunter fällt beispielweise wenn einem Lehrer der Unfall während eines Klassenausfluges als Vernachlässigung der Aufsichtspflicht ausgelegt wird. Auch ein Verwaltungsangestellter muss für die — häufig nicht geringen — finanziellen Schaden aufkommen, wenn er eine falsche Entscheidung trifft. Wie auch die private Haftpflichtversicherung ist die Diensthaftpflichtversicherung eine Versicherung, die unbedingt abgeschlossen werden sollte und zudem nicht viel kostet.

Krankenversicherung

Das Beamtenrecht kennt keinen Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung seiner Beamten. Vielmehr erhalten Beamte die sogenannte Beihilfe. Dabei handelt es ich um einen bestimmten Prozentsatz, den der Dienstherr an den entstehenden Krankheitskosten seiner Beamten übernimmt. Die Höhe der Beihilfe hängt dabei vom jeweiligen Bundesland sowie dem Familienstand des Beamten ab und liegt zwischen 50 und 80 Prozent. Für die verbleibenden Prozente muss der Beamten eine sogenannte private Restkostenversicherung abschließen. Einige private Versicherungsgesellschaften bieten spezielle Beamtentarife an, die auf die jeweilige Beihilfeverordnung abgestimmt sind.

Abgesehen, dass eine Krankenversicherung natürlich vom Grundsatz her eine wichtige Versicherung ist, ist sie in Deutschland Pflicht. Der Beamte muss entweder die verbleibenden Prozente privat absichern, oder freiwilliges Mitglied in der GKV werden.

Krankenhaustagegeld

Die Krankenhaustagegeldversicherung bezahlt dem Versicherten bei einem Krankenhausaufenthalt pro Tag den vereinbarten Satz. Da Krankenhausaufenthalte in der Regel recht selten sind und meist nur wenige Tage dauern, gehört die Krankenhaustagegeldversicherung zu den weniger wichtigeren Versicherungen.

Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung gehört zu den Versicherungen, die abgeschlossen werden sollten. Denn Statistiken belegen, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Unfälle, die sich außerhalb der Dienstzeit ereignen zählen nicht als Dienstunfall, entsprechend schlechter ist in einem solchen Fall die finanzielle Versorgung, sollte der Beamte deswegen dienstunfähig werden. Ebenso können durch bleibende Schäden hohe Kosten verursacht werden, beispielsweise wenn ein Umbau der Wohnung oder des Autos notwendig wird.

Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung sollte nur dann in Betracht gezogen werden, wenn der Beamte Familie hat und diese finanziell hauptsächlich von ihm abhängig ist. Gehört der Beamte keiner besonderen Risikoklasse an (z.B. Extremsportler, Motorradfahrer), ist die Risiko-Lebensversicherung schon zu einer relativ günstigen Prämie abschließbar.

Hausratversicherung

Unter das Thema Hausrat fallen alle die Gegenstände, die sie bei einem Umzug mitnehmen würden bzw. könnten. Durch eine Hausratversicherung können diese Gegenstände gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichert werden. Je nach Gebiet und Versicherung können auch Elementarschäden, bspw. Erdrutsch oder Überschwemmungen, mit eingeschlossen werden. Die Hausratversicherung macht vor allem dann Sinn, wenn sie eine teure Wohnungseinrichtung besitzen und nimmt von der Wichtigkeit längst nicht den Stellenwert einer privaten Haftpflichtversicherung ein.

Glasversicherung

Die Glasversicherung gehört zu den weniger wichtigen Versicherungen. Häufig wird sie zusammen mit der Hausratversicherung angeboten. Sie ist aber nur dann interessant, wenn sie teure Glasflächen an ihrem Haus oder ihrer Wohnung besitzen, wie beispielsweise ein teures Ceran-Kochfeld mit Induktionstechnik. Denn Schäden am Glas sind relativ selten und können meist aus eigener Tasche beglichen werden. Bei Mietwohnungen mit Wintergärten oder Gewächshäusern kann es außerdem sein, dass diese bereits in der Gebäudeversicherung mitversichert sind. Fragen sie in diesem Fall am besten vorher Ihren Vermieter.

Privater Rechtsschutz

Recht haben und recht bekommen sind oftmals zwei Paar Schuhe und hängt manchmal von der Wahl des Anwaltes ab. Denn häufig schrecken hohe Anwalts- und Gerichtskosten davor ab, sein Recht durchzusetzen. In den meisten Fällen übernimmt die Rechtsschutzversicherung für den Versicherten die Kosten eines Anwaltes und bezahlt im Notfall sogar die Strafkautionen.

Da Rechtsstreitigkeiten nicht so häufig sind und die dadurch verursachten Kosten im Normalfall nicht existenzbedrohlich sind, gehört die private Rechtsschutzversicherung zu den Versicherungen, nicht zwingend notwendig sind.

Verkehrs-Rechtsschutz

Im Straßenverkehr kann es schnell einmal zum Zwischenfall kommen. Ob beim Ausparken oder eine übersehene Vorfahrt: geht ein Verkehrsunfall mit Personenschäden einher, ist ein Anwalt unbedingt notwendig. Zusätzlich zum Entzug des Führerscheins, der für viele existenziell wichtig ist, können die Rechtskosten, die durch Verkehrsunfälle entstehen, schnell in die Tausende gehen. Da Verkehrs-Rechtsstreitigkeiten im Vergleich zu privaten Rechtsstreitigkeiten relativ häufig vorkommen, ist eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung durchaus sinnvoll.

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass diese Zusammenstellung lediglich unsere Meinung widerspiegelt. Da der Bedarf an Versicherungsschutz je nach Einzelfall Abweichungen unterliegt, können wir für diese Angaben keine Haftung übernehmen. Für eine genaue Ermittlung Ihres Bedarfs und eine individuelle Beratung stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung.


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