Zuletzt aktualisiert am 11.03.2026 um 11:42 Uhr, Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Ein Lehramtsstudium dauert in der Regel mehrere Jahre – und in dieser Zeit müssen Miete, Lebenshaltungskosten und Studienmaterial finanziert werden. BAföG, Nebenjobs und Stipendien bieten verschiedene Möglichkeiten, das Studium sicher zu finanzieren. Hier erfährst du, welche Optionen es gibt und wie du sie optimal kombinieren kannst.
Ein Lehramtsstudium ist eine wertvolle Investition in deine Zukunft – aber es verursacht auch Kosten. Ob Miete, Lebensunterhalt, Fachliteratur oder Studiengebühren an einzelnen Hochschulen: Die Finanzierung muss gut geplant sein. In diesem Beitrag stellen wir dir die drei wichtigsten Finanzierungswege vor – und zeigen, wie du sie geschickt kombinieren kannst.
BAföG – staatliche Unterstützung für Studierende
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist die bekannteste Finanzierungsquelle für Studierende.
Es bietet folgende Vorteile:
- Höchstsatz derzeit über 900 Euro monatlich (abhängig von Wohnsituation und Einkommen der Eltern)
- Hälfte der Förderung ist ein Zuschuss, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen
- Rückzahlung gedeckelt, unabhängig von Studiendauer oder Fachwechsel
- Zusatzleistungen möglich, z. B. für Studierende mit Kind
Tipp: Stelle den Antrag frühzeitig, da die Bearbeitung mehrere Monate dauern kann.

Bildquelle: Adobe Stock – BAföG-Antrag ausfüllen
Nebenjobs im Lehramtsstudium
Viele Studierende finanzieren ihr Studium teilweise durch Nebenjobs.
Besonders geeignet sind Tätigkeiten, die mit dem späteren Beruf zu tun haben:
- Nachhilfe geben
- Tutor*in an der Uni
- Betreuung im Ganztag oder Hort
- Freizeit- und Ferienprogramme für Kinder
Diese Jobs bringen nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Praxiserfahrung im pädagogischen Bereich.
Stipendien – oft unterschätzt
Neben BAföG und Nebenjob gibt es zahlreiche Stipendien, die oft nicht ausgeschöpft werden.
Sie werden nicht nur an „Einserkandidaten“ vergeben, sondern auch an engagierte Studierende:
- Begabtenförderungswerke (z. B. Studienstiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung)
- Deutschlandstipendium (300 € monatlich, unabhängig vom Einkommen der Eltern)
- Fachspezifische Stipendien für Lehramt und Pädagogik
- Regionale und private Stiftungen
Wichtig: Informiere dich frühzeitig über Bewerbungsfristen und Auswahlkriterien.

Bildquelle: Adobe Stock – Freude über Stipendium
Fazit
Ein Lehramtsstudium lässt sich auf verschiedene Arten finanzieren.
Die Kombination aus BAföG, Nebenjob und Stipendium ist für viele Studierende die ideale Lösung.
So kannst du dich voll auf dein Studium konzentrieren und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen sammeln.
Im nächsten Beitrag unserer Reihe erfährst du:
„Studium mit Kind – Organisation, Unterstützung & Erfahrungsberichte“.
Dort beleuchten wir die besonderen Herausforderungen und Chancen, die ein Studium mit Familie mit sich bringt.
Weitere Beiträge aus der Reihe „Lehrer werden“:
- Lehrer werden – Dein kompletter Guide von der Idee bis ins Klassenzimmer
- Passt der Lehrerberuf zu mir? – Selbsttest & Persönlichkeitscheck
- Welche Schulart ist die richtige? – Überblick über Grundschule, Sekundarstufe, Berufsschule & Sonderpädagogik
- Studienplatz & Bewerbung – Voraussetzungen, NC & Chancen verbessern
- Aufbau des Lehramtsstudiums – Dauer, Inhalte & Unterschiede zwischen Uni und Hochschule
- Die richtige Fächerwahl – Mangelfächer vs. Herzensfächer
- Studium finanzieren – BAföG, Nebenjob & Stipendien
- Studium mit Kind – Organisation, Unterstützung & Erfahrungsberichte
- Praktika im Studium – Dein Rollenwechsel von Schüler*in zu Lehrer*in
- Referendariat – Ablauf, Herausforderungen & Tipps für den Erfolg
- Berufseinstieg & Gehalt – Bewerbung, Verbeamtung & Besoldungstabellen
- Lehramt in den Bundesländern – Unterschiede bei Ausbildung, Gehalt und Einstellungschancen
- Lehramtsstudium in Deutschland – Studienorte nach Bundesland
- Karrierewege & Alternativen – Wie du dich im Lehrerberuf weiterentwickeln kannst
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