Zuletzt aktualisiert am 11.03.2026 um 11:42 Uhr, Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Die Wahl der Unterrichtsfächer ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Lehramtsstudium. Soll man lieber auf Mangelfächer setzen, um die Einstellungschancen zu verbessern – oder auf Herzensfächer, die wirklich interessieren? Dieser Beitrag hilft dir, die richtige Balance zu finden.
Die Fächerwahl im Lehramtsstudium beeinflusst nicht nur deine Studieninhalte, sondern auch deine späteren Berufsaussichten. Viele angehende Lehrerinnen und Lehrer stehen vor der Frage: Soll ich ein Mangelfach wählen, um meine Chancen zu erhöhen, oder mich für meine persönlichen Lieblingsfächer entscheiden? In diesem Beitrag geben wir dir einen Überblick über beide Optionen – und Tipps für die richtige Entscheidung.
Was sind Mangelfächer?
Als Mangelfächer gelten Unterrichtsfächer, in denen bundesweit zu wenige Lehrkräfte ausgebildet werden. Besonders betroffen sind:
- Mathematik
- Physik
- Chemie
- Informatik
- Technik
- Sonderpädagogik (verschiedene Förderschwerpunkte)
Wer eines dieser Fächer studiert, hat oft sehr gute Chancen auf einen schnellen Berufseinstieg und kann von besonderen Förderprogrammen profitieren.

Bildquelle: Adobe Stock – Mathematikunterricht
Die Vorteile der Herzensfächer
Herzensfächer sind die Fächer, die dir persönlich Freude bereiten und in denen du dich fachlich wohlfühlst.
Sie bieten viele Vorteile:
- Höhere Motivation während des Studiums
- Authentischer Unterricht, da du mit Leidenschaft vermittelst
- Langfristige Zufriedenheit im Berufsalltag
Ein Nachteil kann jedoch sein, dass beliebte Fächer wie Deutsch oder Englisch oft mit einem hohen Bewerberandrang verbunden sind.
Kombination: Der goldene Mittelweg
Die meisten Lehramtsstudiengänge sehen eine Kombination von zwei Fächern vor.
Das eröffnet dir die Möglichkeit, ein Mangelfach mit einem Herzensfach zu kombinieren.
Beispiele:
- Mathematik + Deutsch
- Physik + Sport
- Sonderpädagogik + Englisch
So verbindest du gute Berufsaussichten mit persönlicher Begeisterung.

Bildquelle: Adobe Stock – Lehrerin begeistert beim Unterrichten
Tipps für deine Entscheidung
- Informiere dich über den aktuellen Lehrermangel in deinem Bundesland
- Sprich mit Studienberatungen oder Referendar*innen über ihre Erfahrungen
- Bedenke deine langfristige Motivation – Leidenschaft ist ein wichtiger Faktor
- Überlege, welche Fächer dir auch in 20 Jahren noch Freude bereiten
Fazit
Ob Mangelfach oder Herzensfach – die richtige Wahl hängt von deiner persönlichen Motivation und deinen Karrierezielen ab.
Die Kombination aus beidem ist oft der beste Weg: Sie verbindet berufliche Sicherheit mit Begeisterung für das Unterrichten.
Im nächsten Beitrag unserer Reihe erfährst du:
„Studium finanzieren – BAföG, Nebenjob & Stipendien“.
Dort geben wir dir praktische Tipps, wie du die Studienzeit finanziell gut meisterst.
Weitere Beiträge aus der Reihe „Lehrer werden“:
- Lehrer werden – Dein kompletter Guide von der Idee bis ins Klassenzimmer
- Passt der Lehrerberuf zu mir? – Selbsttest & Persönlichkeitscheck
- Welche Schulart ist die richtige? – Überblick über Grundschule, Sekundarstufe, Berufsschule & Sonderpädagogik
- Studienplatz & Bewerbung – Voraussetzungen, NC & Chancen verbessern
- Aufbau des Lehramtsstudiums – Dauer, Inhalte & Unterschiede zwischen Uni und Hochschule
- Die richtige Fächerwahl – Mangelfächer vs. Herzensfächer
- Studium finanzieren – BAföG, Nebenjob & Stipendien
- Studium mit Kind – Organisation, Unterstützung & Erfahrungsberichte
- Praktika im Studium – Dein Rollenwechsel von Schüler*in zu Lehrer*in
- Referendariat – Ablauf, Herausforderungen & Tipps für den Erfolg
- Berufseinstieg & Gehalt – Bewerbung, Verbeamtung & Besoldungstabellen
- Lehramt in den Bundesländern – Unterschiede bei Ausbildung, Gehalt und Einstellungschancen
- Lehramtsstudium in Deutschland – Studienorte nach Bundesland
- Karrierewege & Alternativen – Wie du dich im Lehrerberuf weiterentwickeln kannst
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