Kontakt

Nutzen Sie unseren Kostenfreien Informationsservice. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne

06204 9 18 00

kontakt@beamten-infoportal.de

Rathausstraße 133, 68519 Viernheim

Montag bis Freitag 8.30 bis 17.30 Uhr

Lehrer

Lehrer schreiben bösen Brief an Kultusminister

Geschätzte Lesezeit: 1-2 Minuten
Mrz
3
2017

Beschwerde Brief an Kultusminister von seiten der Lehrer; Foto: Picture-Factory - Fotolia

Böser Brief an das Ministerium löst eine Grundsatzdebatte aus: Welche Leistung muss ein Gymnasium heutzutage erbringen?

Vier Gymnasiallehrer haben in einem Brief an den Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) ihren Unmut bekannt gemacht. Man fordert eine Rückkehr zum alten gymnasialen Bildungssystem und beklagt gleichzeitig einen Wertverlust. Kinder sollen wieder ohne private Probleme wie Scheidung oder mediale Reizüberflutung zum Unterricht kommen können.

Anlass ist der bekannte Tropfen im fast vollen Fass

Grundsätzlich könnte man den Anlass des Schreibens für unbedeutend halten, doch letztendlich war es nur noch der bekannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Verkündung der Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfungen wurde vorverlegt. Dadurch blieb den Lehrer deutlich weniger Zeit, die ohnehin (laut Lehreraussage) schwer zu lesenden „Hieroglyphen“ der Schüler zu entziffern, zu vergleichen und zu korrigieren. Auch der Zweitkorrektor muss mit seiner Arbeit innerhalb dieser gesetzten Frist fertig sein.

Durch die kurzen Korrekturzeiträume und die anschließende mündliche Prüfung würde man seitens des Kultusministerium wieder mal den schlechteren Schülern eine „allerletzte Chance“ geben. So wird das bayrische Gymnasium nach und nach zur Gesamtschule. Das Abitur verliere ständig an Wert und Ansehen.

Einer der Lehrer geht ins Detail: „Kümmere ich mich um Unterricht um die schwächeren Schüler, langweilen sich die Befähigten. Werden die Aufgaben komplizierter, bleiben die schwächeren Schüler auf der Strecke. Selbst in Stufe 10 können viele immer noch keinen längeren Text lesen und verstehen, wenn dieser etwas anspruchsvoller ist.“

Eine große Chance wurde vergeben

Die Eltern kritisieren in ihrem Schreiben den Akademisierungswahn vieler Eltern. Kinder werden auf das Gymnasium geschickt, weil es eben „sein muss“. Damit haben sie leider eine große Chance vergeben, denn größtenteils erweckt der Brief den Eindruck, dass man einfach keine Lust mehr habe, sich um zwar begabte, aber dennoch schwierige Schüler zu kümmern. Der Personalmangel und die zu knappen Ressourcen hierfür geraten dabei schnell in den Hintergrund.

Doch ganz ohne Wirkung ist der Brief nicht verpufft. Die Diskussion um das moderne Abitur und die Leistungen der Gymnasium wurde wieder einmal angestoßen. Es geht nun darum, was eine moderne Bildungseinrichtung in der aktuellen Zeit darstellen und leisten muss und was nicht. Gerade im Themenbereich der Inklusion mehr als dringend.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. Ausburger-allgemeine.de – Petition: Schüler sollen Abi-Noten früher erfahren
  2. Sueddeutsche.de – Nach Protest: Ministerium zieht Termin für Abi-Noten vor

Versicherungsvergleich - kostenlos und unverbindlich

Die Experten des Beamten Infoportals stehen Ihnen mit geschultem Fachwissen und Erfahrung zur Seite.

Der Service ist für alle Beamte, Beamtenanwärter und Referendare kostenlos und unverbindlich!

Geburtstag*

Sichere Datenübertragung durch SSL-Verschlüsselung

Die Sicherheit Ihrer Daten ist uns wichtig. Mit modernsten Webstandards sorgen wir für Ihren Schutz.

Autor des Artikels:

Schreibe ein Kommentar oder eine Nachricht