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Die Inklusion in Schulen kommt – Ist diese Innovation zu viel gewollt?

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Fröhliche Kinder Behinderung Inklusion Schule
Okt
15
2014

Inklusion in Schulen kommt; Bild: Olesia Bilkei - Fotolia

Was bedeutet eigentlich Inklusion?

Inklusion lässt sich vom lateinischen Wort includere ableiten, was so viel bedeutet wie einschließen/ einlassen. In Bezug auf die Bildungspolitik bezeichnet die Inklusion die Eingliederung von Menschen mit Behinderung. Die Inklusion hat neben der Integration behinderter Menschen in den Schulalltag auch eine Gleichberechtigung in Hinblick auf Chancengleichheit zum Ziel. Die Andersartigkeit und Besonderheit dieser Menschen soll nicht länger behindern, sondern bereichern. Hinzu kommt, dass Jugendliche wieder Toleranz vor Menschen erlernen, die vielleicht minimal anders sind als sie. Zusammengefasst soll die Inklusion behinderten Menschen einen Einstieg in ein normales Leben und später einen normalen Berufsalltag ermöglichen.

Wie sieht die bildungspolitische Umsetzung aus?

Seit 2009 ist die Inklusion bereits beschlossene Sache und auch in einer Konvention schriftlich festgelegt. Darin ist festgehalten, dass Menschen mit Behinderungen der Besuch einer Regelschule ermöglicht werden soll. Doch es geht bei der Inklusion längst nicht mehr nur um die Integration behinderter Kinder, sondern generell Kinder die förderbedürftig sind. Hierzu zählen laut Studien etwa 72% der deutschen Jugendlichen, welche oftmals auf Förderschulen unterrichtet werden. Viele der betroffenen Kinder und Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund und die „Abschiebung“ auf Sonderschulen erweist sich leider nur allzu oft als Sackgasse. Die Inklusion soll nun bewirken, dass mehr Schüler die auf der Sonderschule nicht einmal ihren Hauptschulabschluss schaffen, durch bessere Schüler motiviert werden und so einen besseren akademischen Abschluss erlangen. Eben jenen Effekt wünscht sich das Bildungsministerium ebenfalls für behinderte Schüler — diese sollen einen Abschluss machen um später nicht nur finanziell, sondern auch sozial auf eigenen Beinen stehen zu können. Zumindest in der Theorie eine revolutionär anmutenden Idee, die Umsetzung ist allerdings eher holprig.

Die Herausforderungen der Inklusion

Die Grundidee der Inklusion, nämlich die Chancengleichheit und Erweiterung der Horizontes vieler Kinder, ist eine gute- allerdings sind ihr in der Praxis deutliche Grenzen gesetzt. Zum ersten gibt es tatsächlich Kinder, bei denen die Inklusion fehlschlägt. Das sind oftmals solche, die entweder nicht wollen oder unter Verhaltensstörungen leiden und damit massiv den Unterricht stören. Da mittlerweile fast jedes 5. Kind an einer Verhaltensstörung leidet, gestaltet es sich schwierig diese Kinder in einen normalen Schulalltag zu integrieren. Auch lastet auf Kindern an normalen Schulen bedingt durch das Leben in einer Leistungsgesellschaft ein enormer Leistungsdruck, wo sich die Frage stellt ob dieser für so manches inkludierte Kind nicht zu viel ist. Eine weitere Herausforderung betrifft vor allem die Lehrkräfte. Viele der Lehrer die Inklusionsklassen unterrichten, stehen vor bisher nicht da gewesenen Problemen: Wie gestalten sie den Unterricht so, dass er alle Bedürfnisse abdeckt? Der Unterricht darf nicht zu schwer und nicht zu theoretisch sein, muss aber dennoch alles Wissen vermitteln was für den Schulabschluss benötigt wird. Hinzu kommt noch, dass für den richtigen Umgang und die richtige Förderung behinderter Kinder eigentlich eine Zusatzqualifikation erworben werden müsste — ehe die Inklusion also eine Bereicherung ohne zusätzliche Belastung sein wird, müssen vor allem die Lehrer vom Bildungsministerium besser vorbereitet werden.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. inklusionsfakten.de: Inklusion ist eine Belastung, gerade bei Kindern mit „Verhaltensauffälligkeiten“ und Inklusion hat Grenzen
  2. unesco.de: Inklusive Bildung in Deutschland
  3. inklusion-schule.info: Integration und Inklusion
  4. netmoms.de: Verhaltensstörungen

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