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Lehrer

Funktionelle Inklusion an Schulen

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Schulkinder mit Ihrer Lehrerinvhülern im Unterricht
Nov
9
2017

So funktioniert Inklusion; Foto: contrastwerkstatt - Fotolia

Inklusion bedeutet nichts anderes, als dass jedes Schulkind unabhängig von Sprache, Geschlecht, Alter oder einer etwaigen Beeinträchtigung auf natürliche Weise zum Verbund dazugehört. Als grundlegendes, verbrieftes Menschenrecht versteht sich das Miteinander in der gesellschaftlichen Entwicklung, ausgedrückt in dem Leitsatz des Gemeinsamen in der Unterschiedlichkeit. Diese Selbstverständlichkeit zu vermitteln und den kommenden Generationen mit auf den Weg zu geben ist die wichtigste Aufgabe der Inklusion an den Schulen.

Inklusion am Praxisbeispiel

Um eine gelungene Inklusion in den alltäglichen Regelunterricht an den Schulen einzubringen, bedarf es nicht nur den Einsatz geschulter Pädagogen. Vorteilhaft und wünschenswert wäre es, wenn diese Lehrkräfte idealerweise auch diese spezielle Eigenschaft des Feingespürs für die Situation und „Herzblut“ mitbringen. Nun kann man sich den idealen Lehrer für derartige Aufgaben nicht schnitzen, aber generell besitzen die allermeisten Lehrer diese Voraussetzungen bereits durch ihre berufliche Grundmotivation.

Vor sechs Jahren übernahm die inzwischen 66-jährige Jutta Spranz eine Inklusionsklasse an der der Albert-Schweitzer-Werkrealschule in Freiburg. Die Leidenschaft für besondere Schulformen und eine zusätzliche Ausbildung als Montessoripädagogin, wo sie bereits Arbeitserfahrungen mit behinderten und nicht behinderten Kindern gesammelt hat, unterstützten den damaligen Schritt. Direkt zu Beginn der Tätigkeit gestaltete die Lehrerin das Klassenzimmer neu, entsorgte alte Schulbücher und beschaffte neue Materialen aus der Montessori-Pädagogik.

Das Umsetzen spezifischer Regeln für die unterschiedlichsten Charaktere der Kinder ist hierbei ein wichtiger Punkt. Für zwei Drittel der Kinder aus der Klasse von Jutta Spranz ist Deutsch nicht die Muttersprache. Einige Kinder sind mit ihren Gedanken überall, nur nicht im Klassenzimmer und einige hält es vor lauter Energie kaum auf ihrem Platz. Es handelt sich um eine Schulklasse, in die auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf integriert sind. Diese Kinder sind teilweise nur begrenzt aufnahmefähig, sind verhaltensauffällig oder haben Probleme beim Rechnen, Lesen und Schreiben.

„Normaler“ Unterricht mit individuellen Berücksichtigungen

Die Kinder untereinander selbst wissen nichts von den Schwächen der anderen. Jutta Spranz ist es wichtig, dass der Unterricht so abläuft wie in allen anderen Klassen auch. Nach Meinung der 66-Jährigen ist heute in Deutschland jede Schulklasse eine Inklusionsklasse. Es gehe darum den Kindern, welche alle völlig unterschiedliche Ausgangssituationen wie Nationalität, Familien-und Krankheitsgeschichte aufweisen, einen eigenen persönlichen Weg aufzuzeigen. Hierzu gehört auch die Förderung des eigenen Könnens und die Ausrichtung der späteren Perspektive in Bezug auf den Lebensweg, so die Lehrerin gegenüber der Presse.

Im Jahre 2009 unterschrieb die Bundesrepublik die Behindertenkonvention der Vereinten Nationen und damit die Verpflichtung, dass Kinder mit einem Handicap und nicht behinderte Kinder zusammen unterrichtet werden. „Heterogenität als Bereicherung“ war der Titel des Konzeptes von Jutta Spranz, welches sie im Jahr 2011 für ihre erste Inklusionsklasse ausarbeitete. Deshalb sieht die Lehrerin die Aufgabe der Inklusion als innere Haltung und unterrichtet Mathematik und Deutsch nicht streng nach Lehrplan, sondern unter den Maßstäben einer individuellen Berücksichtigung mit einer Auftragsverteilung für jedes Kind.

Die Kinder beginnen das Lernen dann auf ihren jeweiligen, aktuellen Stand und durch das Führen von Lerntagebüchern sowie eine begleitende Kontrolle durch Lernnachweise, werden die Zielsetzungen in ihrer Gesamtheit erreicht. Ein bilanzierendes wöchentliches Einzelgespräch mit den Kindern bringt positive und negative Erlebnisse zutage und festigt die Weiterentwicklung. Jutta Spranz bestätigt den anfänglichen Mehraufwand für den Lehrer, zieht aber bei späteren Arbeitsabläufen im Lernverhalten der Kinder ein durchweg positives Fazit.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. Sueddeutsche.de: So funktioniert Inklusion an Schulen
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