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Lehrer

Für immer mehr Lehramtsstudenten spielt die Verbeamtung eine größere Rolle als der Job selbst

Geschätzte Lesezeit: 3-4 Minuten
Dozentin an der Unviversität
Mai
11
2017

Foto: Photographee.eu - Fotolia

Für die meisten jungen Menschen ist der Beruf des Lehrers trotz zahlreicher Vorteile, die der Beamtenstatus mit sich bringt, nicht besonders attraktiv. Tatsächlich ist für viele junge ambitionierte Lehramtanwärter die in Aussicht gestellte gesellschaftliche Sicherheit ein überaus wichtiges Kriterium, um sich für den Beruf zu entscheiden. Doch dies ist lediglich die eine Seite dieser Thematik.

Lehrer: Beamtenstatus und authentisches Engagement sind vereinbar

Hinter jeder Lehrerpersönlichkeit steckt ein Mensch, der in den meisten Fällen den Beruf des Lehrers bewusst aus Zuneigung und Interesse an der Vermittlung von Wissen und der Erziehung junger Menschen gewählt hat und ihn demzufolge als seine Berufung betrachtet. Doch die Realität lässt sich in keiner Weise mit den idealisierten Vorstellungen aus Studienzeiten in Einklang bringen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Lehramtstudenten rechtzeitig mit dem Schulalltag vertraut gemacht werden. Denn nur durch ausreichende Praxisnähe und Selbsterkundung wird ihnen die Möglichkeit geboten, ihre Kompatibilität mit dem Beruf festzustellen.

Beruf im Fokus: Lehreramt

Gerade darum gilt, dass jungen Lehrern und Lehramtstudierenden rechtzeitig ihre Kompetenzen bewusst gemacht werden. Einerseits vermag die Verbeamtung von Lehrern eine verlockende Perspektive darstellen und demzufolge als ein wesentlicher Faktor bei der Berufswahl eine ausschlaggebende Rolle spielen. Andererseits ist es ein langer Prozess, bis man in der Lage ist, sich völlig mit dem Beruf des Erziehers und Lehrenden zu identifizieren. Bereits zu Beginn ihrer Berufslaufbahn sind Junglehrer Herausforderungen gestellt, die kontinuierlich persönliches Engagement und einen hohen Leistungswillen abverlangen. Die Grundlagen zur Anwendung von praktisch gestalteten Unterrichtsweisen und innovativen didaktischen Methoden im Schulprogramm werden während des Studiums gelehrt. Doch jede erfolgreiche Implementierung dieser in einem überfüllten multikulturellen Klassenzimmer bedarf einer ganz besonderen Voraussetzung: Toleranz.

Flexibles Denken und Handeln

Prinzipiell gilt, dass heutzutage fähige Lehrer ununterbrochen als Multitalente auf allen Ebenen ihre Fachkompetenz, Medienkompetenz, soziale Kompetenz, interkulturelle Kompetenz oder pädagogische Kompetenz unter Beweis stellen müssen. Es genügt nicht, sich durch hohe Fachwissen Respekt bei den Schülern einhandeln zu wollen. Hier muss ganz zweifellos der Wille existieren, weder Mühe noch Zeit zu scheuen, um Schülern Wissen und sozial-kulturelle Einstellungen auf differenzierten Stufen, analog ihrer Bedürfnisse nahe zu bringen. Absolute Priorität eines Lehrers ist die Unterstützung und Ermutigung seiner Schüler, ihr Lernpensum analog ihrer besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bewältigen und sie gleichzeitig zu fördern, indem sie das Selbstbewusstsein ihrer Schüler stärken, sie zum selbstständigen Lernen motivieren, ihre Kooperationsfähigkeit erweitern und ihnen parallel dazu hohe Werte und Prinzipien vermitteln.

Im Mittelpunkt des Unterrichts: Teamarbeit stimulieren

Zu den Aufgaben eines Lehrers gehört ebenfalls, innerhalb des Klassengefüges Vertrauen aufzubauen und eine freundschaftliche Atmosphäre der Zusammenarbeit zu begünstigen. Das kollektive Lösen von Problemen und die gemeinsame Entwicklung von Strategien sowie das Treffen von Entscheidungen fördert den Teamgeist und spornt zu weiterer Teamarbeit an. Denn Sinn und Zweck des Unterrichts ist nicht nur die Aneignung von Wissen, sondern eine optimale Erziehung und Vorbereitung junger Menschen auf ihre Zukunft in einer Gesellschaft, in welcher Individualität gewertschätzt und für gemeinnützliche Zwecke unerlässlich ist.

Abschied vom traditionellen Curriculum und Unterrichtsablauf

Im Zuge der Digitalisierung und der neuen technologischen und sozialen Anforderungen müssen auch Lehrer sicherstellen, dass sie ihren Lehrplan flexibel genug gestalten. Denn die neuen technisch-technologischen Gegebenheiten müssen rechtzeitig in die jeweilige Unterrichtsplanung der Schule einbezogen werden. Die Anwendung von interaktiven Lehrmethoden und digitalen Medien stellt neue Anforderungen an das Lehrpersonal. Zeitgemäße Unterrichtsfächer wie „Soziales und Emotionales Lernen“ oder „Lebenskunde“ sind richtungsweisend und reflektieren die zentrale Rolle des Erlernens von sozialen Schlüsselkompetenzen. Auch hier wird von Lehrern gefordert, Anpassungsfähigkeit zu zeigen und sich mit den neuen didaktischen Konzepten substantiell auseinanderzusetzen.

Mythos: Privilegien für Lehrbeamte

Der größte Teil der Lehrerschaft ist eindeutig an einer effektiven Wissensvermittlung und optimalen Schüler-Lehrer Zusammenarbeit interessiert. Wiederum ist es fürwahr nicht immer einfach, in der eingefahrenen Routine des Alltags Schülern regelmäßig einen fesselnden Unterricht zu bieten. Lehrkräfte haben es durchaus nicht leicht, sich ständig mit unzufriedenen, gelangweilten und vor allem ungehorsamen Schülern auseinandersetzen zu müssen. Die psychischen und letztendlich physischen Abnutzungserscheinungen, wie zum Beispiel burn-out Syndrome, setzen normalerweise früh ein. Denn während der vielen Unterrichtsstunden haben Lehrkräfte so gut wie nie die Möglichkeit, für kurze Zeit entlastet zu werden. Ihre Nachmittage und Abende sind mit langen Stunden zur Unterrichtsvorbereitung und dem Korrigieren von Hausaugaben oder Testarbeiten gefüllt. Selbst die lang anmutenden Sommerferien bedeuten intensive Vorbereitungsarbeit an der Schule und die obligatorische Teilnahme an Weiterbildungsseminaren, und keineswegs zusätzlichen Uraub. Lehrende haben so gut wie keine Freizeit.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. faz.net: Lehramt-Studenten: „Wir wollen niemanden, der nur Beamter werden will“

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