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Lehrer

Bildung: Nach Studienauswertung muss Lehrkräftekooperation überdacht werden!

Lehrerkinder an Schulen
Dez
1
2018

Lehrer sollen geschult werden, besser zusammenzuarbeiten; Bild: WavebreakmediaMicro - Fotolia

Nach den Ergebnissen der jüngsten Forsa-Analyse im Auftrag der Deutschen Schulakademie müssen die offensichtlichen Unterschiede im Bereich der Kooperation zwischen den Lehrkräften neu bewertet und intensiver in die Lehrkräfteausbildung einfließen. In einem Presseinterview stellt sich der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans Anand Pant der sensiblen Thematik.

Gute Schule kooperiert

Auch wenn eine Vielzahl von Lehrkräften nach den Ergebnissen der jüngsten Forsa-Umfrage ihren Unterricht eher allein vorbereitet und als „Einzelkämpfer“ im Einsatz ist, so drängt die Deutsche Schulakademie auf einen wesentlichen Wandel hin zu mehr Kooperation und Teamplayerfähigkeit. Hans Anand Pant, Erziehungswissenschaftler an der Berliner Humboldt-Universität und Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie sieht die Thematik prekär, was auch an den in der Bundesrepublik bestehenden Strukturen liegt. Vordergründig müssten sich die einzelnen Lehrkräfte allerdings hinterfragen, wie es um die persönliche Mentalität bestellt ist und inwieweit sie Kooperation überhaupt zulassen würden.

Die Umfrageergebnisse haben, so Pant, zwar aufgezeigt, dass Teile des Lehrkörpers bereits mit Kollegen und anderen Stellen kooperieren, aber ein hoher Anteil ist offenbar dagegen. Die berufliche Grundeinstellung führt aber zwangsläufig zu einem kontraproduktiven Verhältnis zu modernen Unterrichtsformen und zu den Herausforderungen der heterogenen Schulpädagogik. Natürlich berufen sich die Formen von Kooperationsbereitschaften auf unterschiedliche Wahrnehmungen und Strukturierungen. Auch innerhalb der Wissenschaft unterscheidet man diese Formen in drei sogenannte „Niveaustufen“. Innerhalb der untersten Einstufung ist man auch bei den deutschen Lehrkräften fast ausnahmslos gewillt sich zu beteiligen. Im Grundsätzlichen geht es hierbei um Austausch von Unterrichtsmaterialien oder anderweitigen Vorbereitungsmaßnahmen.

Eher seltener sind gemeinsame Standards bei der Unterrichtsbewertung hinsichtlich der schulischen Leistungen, wozu beispielsweise auch übereinstimmende Meinungsvertretungen hinsichtlich einer positiven Mathematikunterrichtsabhaltung gehören können, so Hans Anand Pant. Die dritte Stufe eines fortschrittlichen, zusammen entworfenen und gestalteten Unterrichts, im Gemeinschaftsverständnis des Kollegiums entwickelten Prinzips der bestmöglichen Pädagogik, findet sich fast überhaupt nicht. Der Professor sieht hierfür an den deutschen Schulen allerdings auch kaum Voraussetzungen. Feste, zeitintensive Stundenpläne ließen keinen Raum für Kooperationsmöglichkeiten.

Priorität bei der Lehrkräfteausbildung

Pant will das Berufsverständnis des Lehrers schärfen. Hierzu benötigt es im Besonderen den Ansatz bei der Lehrkräfteausbildung. Der Bildungswissenschaftler, selbst seit Jahren in diesem Bereich tätig, bestätigt, dass die Thematik der Kooperation bislang kaum Einzug in die Hörsäle gefunden hat und sogenanntes „Teamteaching“ oder „kollegiale Hospitation“ absolut unterbewertet bei der Lehrerbildung geblieben sind. Insgesamt muss den entsprechenden Punkten weit mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Langfristig wird sich der schulische Erfolg einer großen Zahl von Schülern nur an den Lernvoraussetzungen, dem Lernverhalten und den kompetenzgerechten, kooperationswilligen Unterrichtsformen der jeweiligen Lehrkräfte einstellen.

Durch weitere an den Schulen vorherrschende Problematiken im Rahmen der Inklusion und Integration bezieht sich die Kooperation der Lehrkräfte auch auf sozialpädagogische Arbeit. Pant mahnt daher dringend an die Arbeitszeitmodelle für die Lehrer zu überdenken und zu reformieren. Lehrerarbeitszeiten können im Rahmen der modernen Bildung nicht nur als reine Unterrichtszeit verstanden werden. Qualitative schulische Angebote, Ganztagsschule, unterschiedliche Lernformen und Bedürfnisse, Förder- und Forderbedarf, Vorbereitungen und kooperative Maßnahmen, Verwaltung und Elternsprechzeiten sowie etliche andere Punkte, verlangen weitaus mehr von einer Lehrkraft ab.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. Deutschlandfunk – „Müssen an Arbeitszeitmodelle für Lehrer ran“

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