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Baden-Württemberg: Dezentrale Unterstützung für Lehrkräfte!

Geschätzte Lesezeit: 1-2 Minuten
Baden-Württemberg
Apr
13
2018

BaWü will Lehrer dezentraler unterstützen; Bild: Beamten-Infoportal

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) plant den nächsten Schritt in Sachen Qualitätsoffensive im Bildungsbereich ihres Landes und setzt dabei auf dezentrale Weiterbildungen für Lehrer. Viele Schulleiter fürchten hierbei deutliche Mehrbelastungen.

Controllings und Analysen

Bei einer Schulleitertagung vergangenen Montag in Stuttgart sprach die Kultusministerin die Planungen der Landesregierung zur Verbesserung der Bildungsqualität im Land an, bei denen die Ministerin nun vor allem den Lehrkräften an Standorten unweit ihrer Schulen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten ermöglichen lassen will, ohne diese weiter zu belasten. Nach Eisenmanns Auffassung sind dezentrale Strukturen für ein Flächenland wie Baden-Württemberg unerlässlich.

Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang nochmals auf ihr bereits im letzten Jahr vorgestelltes Projekt des sogenannten „Bildungscontrollings“ hin. Hierzu entstehen bis zum Jahr 2019 zunächst zwei neue Bildungszentren, die eng verzahnt miteinander ihre Arbeit aufnehmen sollen. Zum einen das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung mit dem Fokus der Qualitätssicherung im Unterricht und zum anderen dem Institut für Bildungsanalysen mit dem Schwerpunkt des Aufbaus eines „strategischen Bildungsmonitorings“ sowie einer fundierten, datengestützten Qualitätssteigerung in allen Bereichen des gesamten Bildungssystems.

Konzept für mehr Bildungserfolg?

Auf der von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) einberufenen Tagung versicherte die Kultusministerin, dass durch die neue Konzeption zur Bildungsoffensive die Schulleiter keine Mehrbelastungen erwarten müssten. Ganz im Gegenteil. Die Ministerin gehe davon aus, dass durch die neuen Angebote erhebliche Entlastungen geschaffen werden und das beispielsweise der Bereich des „Controllings“ in anderen Bundesländern längst gängige Praxis sei. Die Landesvorsitzende der GEW, Doro Moritz, bekräftigte auf der Tagung zunächst die Ablehnung ihrer Gewerkschaft bezüglich der vonseiten des Kultusministeriums angedachten zentralen Klassenarbeiten für die Grundschulen.

Außerdem griff die Gewerkschaftsvorsitzende den Unmut vieler anwesender Schulleiter und den damit verbundenen Zweifel auf, ob das von Ministerin Eisenmann angedachte „Controlling“ überhaupt das notwendige Mittel sei, um mehr Bildungsqualität zu erzeugen. Moritz stellte klar, dass derartige Maßnahmen naturgemäß nicht ohne Mehrarbeit und Zusatzaufwendungen zu bewältigen seien und sie sehe nicht, woher dieses Personal kommen soll. Die GEW setze sich daher eher für eine bessere Entlohnung der Schulleiter ein, sowie der Verbesserung von Arbeitsbedingungen, damit diese ihrer Führungsverantwortung gerecht werden können.

Ministerin Eisenmann widersprach den ständig wiederkehrenden Gewerkschaftsforderungen nach immer neuen Finanzmitteln und forderte stattdessen die aktive Bereitschaft der Schulleiter ein, an Verbesserungen und Analysen mitzuarbeiten, um Problematiken besser entgegnen zu können. Innerhalb ihres Ministeriums würden aktuell zahlreiche Konzepte zur Stärkung der Schulleiter erarbeitet werden. Bereits in den nächsten Wochen will die Ministerin hierzu Lösungsvorschläge unterbreiten, die sich auf die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, eine höhere Entlohnung, Stärkung der Führungsposition und die Entlastung durch den Einsatz von Verwaltungsassistenten beziehen.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. swr.de – Eisenmann will Lehrer dezentral unterstützen
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