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Lehrer

Lehrerbedarf steigt in sämtlichen Bundesländern bis 2030 stark an

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Lehrerin steht vor der Tafel
Aug
6
2017

Deutschland braucht bis 2030 mehr Lehrer; Foto: sepy - Fotolia

Nach jahrelang rückläufigen Zahlen wird sich durch eine steigende Geburtenrate und die große Anzahl Flüchtlinge die Zahl der Schüler bis 2030 in ganz Deutschland um rund 8 Prozent erhöhen. Der deutsche Lehrerverband (DL) fordert deshalb sämtliche Bundesländer auf, rechtzeitig die nötigen Maßnahmen zu treffen, um auch in Zukunft flächendeckend einen guten Unterricht gewährleisten zu können.

Schülerzahl steigt in den kommenden Jahren von 8 auf 8,6 Millionen

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die Mitte Juli veröffentlicht wurde, wird sich die Anzahl Schüler von derzeit 8 Millionen auf knapp 8,6 Millionen im Jahr 2030 erhöhen. Diese Zahlen unterscheiden sich stark von der Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK). Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des deutschen Lehrerverbands und der Gymnasiallehrergewerkschaft deutscher Philologenverband, mahnt deshalb an, schnellstmöglich die nötigen Schritte in die Wege zu leiten und einen Masterplan aufzustellen. Nur auf diese Weise ließe es sich verhindern, dass es wieder zu Engpässen wie in den 1980er Jahren kommt. Die wichtigsten Maßnahmen wären die Schaffung zusätzlicher Planstellen, die Verstärkung der Lehrerwerbung und die Nachqualifizierung von Pädagogen.

Rund 42.800 zusätzliche Lehrkräfte bis 2030 erforderlich

Als mögliche Folgen einer unzureichenden Planung nannte Meidinger größere Klassen, weniger Unterricht und längere Arbeitszeiten für Lehrer. Solch ein Szenario würden sich weder Lehrer, noch Schüler oder ihre Eltern wünschen. Meidinger kritisierte außerdem, dass die Kultusministerkonferenz trotz der vielen Flüchtlinge und der höheren Geburtenzahlen die in Zukunft steigenden Herausforderungen an den Schulen nicht schon früher publik gemacht hat. Dennoch räumte er ein, dass es nicht leicht sei, die zukünftigen Entwicklungen vorherzusehen, entsprechend zu planen und den Lehrerbedarf für die folgenden Jahre exakt zu ermitteln. Laut der Bertelsmann-Studie müssen bis 2030 circa 28.100 zusätzliche Klassen eingerichtet werden. Um auch die Bildung dieser Schüler sicherstellen zu können, wären rund 42.800 in Vollzeit beschäftigte Lehrer erforderlich. Die Kosten, die den Ländern und Kommunen durch diese zusätzlichen Ausgaben entstünden, schätzte die Stiftung auf etwa 4,7 Millionen Euro pro Jahr.

Erste Bundesländer reagieren mit verschiedenen Maßnahmen

Einige Bundesländer haben bereits auf den Mangel an qualifizierten Lehrern reagiert. So besteht beispielsweise zwischen Bayern und Sachsen ein bilaterales Abkommen, das es bayerischen Lehrkräften ermöglicht, für eine Weile an sächsischen Schulen auszuhelfen und danach an ihre Schule in Bayern zurückzukehren. Die Einstellung von Quereinsteigern, die in einigen Bundesländern bereits praktiziert wird, sieht Meidinger jedoch skeptisch. Ihnen fehle trotz guter Fachkenntnisse die nötige pädagogische Ausbildung. Dies spiegele sich auch in den Ergebnissen der PISA-Studie wider. Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer von der FDP will dennoch an Ihrem Vorhaben festhalten und personelle Engpässe mit Quereinsteigern aus der Wirtschaft überbrücken. Anders sei der große Bedarf in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik derzeit nicht zu decken. Frauke Heiligenstadt, SPD-Politikerin und Kultusministerin in Niedersachsen, fordert dagegen vor allem eine größere finanzielle Unterstützung vom Bund. Ohne dessen Hilfe seien Aufgaben wie der Ausbau von Ganztagsschulen oder die Digitalisierung der Klassenzimmer nicht zu bewerkstelligen.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. Haufe.de: Lehrerbedarf steigt in ganz Deutschland stark an
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