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Wie hoch ist das Ansehen der Beamten in Deutschland 2016?

Geschätzte Lesezeit: 3-4 Minuten
Lächelnde Lehrerin vor der Schultafel
Aug
26
2016

Lehrerin steht vor Schultafel; Bild: sepy - Fotolia

Beamte haben es noch nie wirklich leicht gehabt. Wir meinen damit nicht die Belastung während der Arbeit, denn die variiert je nach Dienstgrad und Position. Das Ansehen des Beamten ist es, was bei diesem Artikel im Fokus liegt. Es kursieren unzählige Beamtenwitze, Mythen und Anekdoten, die leider nur ein begrenzt positives Licht auf den Beruf des Beamten werfen. Doch wie groß ist das Ansehen der Beamten in Deutschland 2016 und was sind die Gründe für die schwankende Meinung der Bevölkerung? Wir klären auf.

Vorurteile, die das Image des Beamten belasten

Die meisten Probleme bereiten die Vorurteile, die häufig sehr schnell gefällt werden und sich manifestieren können. Da hätten wir den allseits bekannten Beamtenschlaf, das Beamtenmikado (wer sich zuerst bewegt, hat verloren) und viele weitere Begrifflichkeiten, die das scheinbar leichte und süße Leben eines Beamten während der Arbeit beschreiben sollen. Der deutsche Beamtenbund hat jüngst eine Rangliste der beliebtesten Berufe erstellt. Den Beamten finden wir nur dann sehr schnell, wenn wir von unten anfangen, die Liste zu lesen. Scheinbar hat sich das Ansehen der Beamten noch einmal deutlich verschlechtert. Gerade einmal 34 Prozent schreiben dem Beamtenberuf ein hohes Ansehen zu. Woran dies liegt, können wir nur erahnen. Hier einige Denkanstöße der Redaktion:

  • Der Bürger sieht die Arbeit der Beamten nicht. Sie hat in vielen Fällen auch keine direkte Auswirkung, an der sich ein Erfolg erkennen lässt, sondern ist häufig ein Teil eines Prozesses
  • Häufig entscheiden Beamte nach den gesetzlichen Vorgaben über Dinge, die den Bürgern am Herzen liegen. Leider müssen die Entscheidungen teilweise auch gegen den Wunsch des Bürgers gefällt werden, was für Unmut sorgt. Hat der Bürger tatsächlich das Gefühl, dass der Beamte willkürlich entscheidet?
  • Beamte werden aus Steuergeldern bezahlt. Dies allein reicht in vielen Fällen schon aus, um eine Diskussion über Sinn und Unsinn vieler Beamtenstellen auszulösen. Kombiniert mit den oberen Punkten entsteht so sehr schnell ein negatives Bild -> kostet viel Geld und macht den ganzen Tag nichts.

Ganz besonders extrem wirkt sich die Meinung der Bürger auf das Ansehen der Steuerbeamten aus, denn „Die da oben!“ nehmen uns ja nur das geliebte Geld weg. Die Realität sieht gänzlich anders aus. Beamte in allen Bereichen des öffentlichen Lebens sorgen dafür, dass die soziale und wirtschaftliche Struktur des Landes aufrecht erhalten bleibt. Gelder müssen eingenommen und verwaltet werden, damit sämtliche Prozesse eines Landes jederzeit reibungslos funktionieren können.

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise in diesem Video:



Kritiker sprechen vor allem die Pensionen an

In den 70er Jahren gab es einen regelrechten Boom im Schulwesen. Unzählige Lehrer wurden eingestellt und verbeamtet. Das sind heute die Empfänger von kräftigen Pensionen. Die Ausgaben der Länder, die normalerweise 10 Prozent des Haushalts für Pensionen darstellen, werden sich laut Angaben der Kritiker bereits in 10 Jahren verdoppeln, dem demografischen Wandel sei Dank. Beamte sind für den Staat absolut unerlässlich, doch der Druck steigt aktuell immer weiter. Einige Bundesländer geben sehr viel Geld für die Personalkosten aus. Baden Württemberg kalkuliert jährlich mit 40% des Haushalts. Die Rufe nach Einsparmaßnahmen werden sehr schnell laut und erzeugen ein vorsichtiges Echo bei den Ministern. Diese kämpfen wiederrum mit den Beamten, die mit solch drastischen Sparmaßnahmen nicht einverstanden sind. Langfristig würde sich die Angelegenheit zu einem massiven Stellenabbau entwickeln.

Wie hoch ist das Ansehen der Beamten denn nun wirklich im Jahr 2016?

Trotz der vielen negativen Vorurteile gibt es auch Positives zu berichten. Die Umfrage des dbb hat ergeben, dass die meisten Bürger einen starken Staat wollen, der von Beamten geführt wird. Insgesamt wurden viele Berufe weiter oben im Listing geführt, als der Beamte. Platz 1 belegt die Feuerwehr. Weitere Berufe folgen, doch wollen wir nicht vergessen, dass in fast allen Bereichen auch Beamte beschäftigt sind.

Insgesamt ist das Ansehen der Beamten 2016 in Deutschland gestiegen. Zur Frage, ob die Ausgaben für den öffentlichen Dienst angemessen sind oder nicht, antworteten 2007 noch 37 Prozent mit „Ja“. Im Jahr 2016 sind es schon 64 Prozent. Dies bewertet zwar noch nicht die Auffassung der Bürger, wie qualitativ sie die Arbeit der Beamten beurteilen, zeigt aber eine deutliche Tendenz in Richtung Akzeptanz.

Immer öfter liest man „zuverlässig“ oder „kompetent“ im Zusammenhang mit Beamten. Thomas de Maizière, Innenminister, sieht diese Entwicklung positiv. Haufe.de berichtete. Das Vertrauen in einen starken Staat wächst innerhalb der Bevölkerung und diese Entwicklung müsse weiter vorangetrieben werden.

Weiterführende Quellen:
  1. dbb.de: dbb Bürgerbefragung 2016: Deutsche wollen „starken Staat“ und einheitliche Beamtenbesoldung
  2. focus.de: Forsa-Umfrage – Das denken die Deutschen über den Staat und Beamte
  3. tagesspiegel.de: Die Deutschen und ihre Beamten – Zuverlässig, hilfsbereit, kompetent – aber auch gut gelitten?

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