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Gesundheit

Work-Life-Balance über Alles – Was den Lehrern von morgen wichtig ist

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Frau und Mann meditieren
Apr
16
2015

Work-Life-Balance; Foto: Syda Productions - Fotolia

Work-Life- Balance ist zurzeit in jeder Munde; Wer möchte das auch nicht? Das soziale und das familiäre Leben zusammen mit der Karriere unter einen Hut packen? Doch dass die Realität nur allzu oft anders aussieht, versteht sich von selbst. Meistens stellt sich nämlich die Frage Familie oder Karriere. Wie diese Entscheidung bei der Mehrheit der sächsischen Lehrer aussieht, überrascht trotz des sozialen Berufsstandes, denn die Meisten ziehen das Privatleben der ganz großen Karriere vor.

Als sächsischer Lehrer voll im Trend

Viele Bundesländer bangen derzeit um pädagogischen Nachwuchs. In Sachsen sieht das allerdings anders aus. Nach dem großen Lehrerüberschuss in den letzten Jahren, in denen frisch ausgebildete Lehrkräfte aus vielen Bundesländern aufgrund eines mangelnden Jobangebots abwandern mussten, gehen nun viele ältere Lehrer in Pension. Dadurch, dass so viele Lehrer nun gleichzeitig in den Ruhestand gehen, werden natürlich einige Anstellungen frei, die von den jungen, angehenden Lehrer nur allzu gern besetzt werden. Um die Lehrersituation bedingt durch den kommenden Generationenwechsel richtig einzuschätzen, muss bewusst sein, dass in den nächsten zehn Jahren über die Hälfte der momentan unterrichtenden Fachkräfte in den Ruhestand geht.

Lehrer sein ja, Unnützes lernen nein!

Die junge Generation der Lehrer unterscheidet sich nicht nur durch ihre Weltanschauung und technische Affinität, sondern auch durch ihre Ansicht auf das eigene abgeschlossene Studium. Während man sich in den älteren Semestern zumeist still ärgerte, wird von der jüngeren Generation der Inhalt hinterfragt. Beim Lehramtsstudium wird, wie bei der Mehrheit der Studiengänge, zu viel Stoff, zu wenig Praxisbezug des Stoffes und stellenweise schlechte Organisation bemängelt. Nur knapp 40% der fertig studierten Lehrkräfte schauen positiv auf ihre Studienzeit zurück. Auch die Pflichtpraktika bringen zwar wertvolle Praxiserfahrung, bei der Mehrheit erschließen sich daraus jedoch keine wichtigen Kontakte für den späteren Berufseinstieg, wie bei so vielen BWL-Studiengängen. Was also bewegt einen Lehramtsstudenten dennoch zu seinem Studium? Die Meisten studieren um sich persönlich weiterzuentwickeln, später gewappnet zu sein und in seinem Fachbereich zumindest so gut sein zu können, dass man mit Passion lehren kann.

Was ein Lehrer braucht

Geht man nach Befragungen der jungen Lehrerschaft, ist ihnen nicht unbedingt die Bezahlung wichtig, sondern vielmehr die Freiheit den Arbeitsalltag nach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen auszugestalten. Ebenfalls scheint ihnen besonders wichtig zu sein, dass eigene Ideen eingebracht und auch durchgesetzt werden können. Vergleicht man die Ziele der Lehramtsstudenten mit denen von beispielsweise BWL-Studenten, fällt sofort auf, dass der Fokus ein ganz anderer ist. Während die meisten BWLer eine steile Karriere anstreben und das Geld in den Fokus rücken, zählt bei Lehramtsstudenten vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Natürlich möchte man auch mit diesem Beruf Geld verdienen, jedoch nicht um jeden Preis. Nach Umfragen sehen die meisten Lehrer ihren Job als wichtigen Dienst an der Gesellschaft an und können sich nur schwer eine andere Beschäftigung vorstellen. Das Geld was der Beruf abwirft scheint eher Mittel zum Zweck zu sein, nämlich um ein angenehmer Familienleben zu gewährleisten.

Schade ist jedoch, dass in Sachsen Lehrer grundsätzlich angestellt sind und somit nicht verbeamtet werden. Man sollte dem Stand der Lehrer mehr allgemein mehr Bedeutung beimessen. Im Vergleich zu manch anderem Berufsstand, verdienen die Lehrer gemessen an der Verantwortung in manchem Bundesland immer noch wenig. Es sollten in einem Land, das sich Bildung auf die Fahne geschrieben hat, eindeutig andere Prioritäten gelten.

Fazit

Fazit dieses außergewöhnlichen Werdegangs ist wohl, dass auch in den scheinbar aussichtslostesten Fällen ein gewisses Potential schlummert und das dieses, richtig gefördert, auch Früchte tragen kann. Im Umkehrschluss bedeutet das für jeden Schüler, dass mit Fleiß und Motivation nichts unmöglich ist!

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. sueddeutsche.de: So ticken die Lehrer von morgen
  2. magazin.sofatutor.com: Selbstbewusste und technikaffine Angsthasen der neuen „Work-Life-Balance”: Die Generation Y
  3. zeit.de: Mein Leben gehört mir!

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