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Sachsen: Lehrermangel, Verbeamtung und Bildungspolitik!

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Sachsen
Feb
1
2018

Sachsen leidet unter Lehrermangel; Foto: Beamten-Infoportal

Die Probleme im Bildungsbereich des Freistaates Sachsen nehmen nicht ab. Allein bis zum Februar sollten eigentlich rund 660 Stellen neu besetzt werden und es gibt noch keine detaillierten Informationen, ob dieses Ziel erreichbar ist. Im August benötigt das Bundesland dann nochmals 1240 neue Lehrkräfte, kann aber bis dahin nur auf 840 Neuabsolventen zurückgreifen, von denen allerdings nicht alle in Sachsen verbleiben werden.

Für die Zukunft wenig Entspannung

Das Dilemma im Freistaat liegt nicht nur an der großen Anzahl der benötigten Lehrer, auch wenn nun durch Drängen des Lehrerverbandes eine schnelle Verbeamtung erreicht werden soll. Die so gesteigerte Attraktivität könnte dann eventuell auch Lehrer aus dem benachbarten Bayern zum Pendeln nach Sachsen bewegen. Die sächsische Regierung sieht sich damit weiterem Druck ausgesetzt und muss neben der Sicherstellung der Unterrichtsversorgung nun auch zwingend die Weichen der bildungspolitischen Zukunft des Landes stellen.

Neben Berlin ist Sachsen das einzige Bundesland ohne gängige Verbeamtung für Lehrer und in beiden Ländern ist die Anzahl an Quer- und Seiteneinsteigern am höchsten. Allein aufgrund der Altersgrenze, welche in Sachsen bei 47 Jahren liegt, können rund Dreiviertel der Lehrkräfte nicht in den Beamtenstatus gelangen, der für viele besondere Werte sowie Sicherheit darstellt. Wie in vielen anderen Bundesländern fehlen besonders an den Grundschulen Lehrer. Auch in den Fachbereichen der Oberschulen gibt es Defizite. Die immer noch schlechtere Entlohnung bei den Grundschullehrern ist ein ursächliches Grundsatzproblem.

Dringender Handlungsbedarf bei der Besoldung

In Sachsen werden aktuelle alle Oberschullehrer, die eine vollständige Ausbildung mit zwei Fächern absolviert haben nach Besoldungsgruppe 13 entlohnt und sind damit den Gymnasiallehrkräften gleichgestellt. Die Grundschullehrer werden noch nach Lohngruppe 11 besoldet, wobei der sächsische Lehrerverband, die Betroffenen und die Gewerkschaften schon länger eine Anpassung der Besoldung auf Gruppe 13 fordern. Generell sind Verbände und die politisch Handelnden sich einig, dass Grundschullehrer besser entlohnt werden müssen, sodass sich in diesem Bereich in naher Zukunft Änderungen abzeichnen. Auch die Bezahlung von Referendaren, die brutto durchschnittlich bei 1100 bis 1500 Euro liegt und den meisten Absolventen nach Jahren des Studiums als zu wenig erscheint, muss deutlich verbessert werden, um den Nachwuchs im Lehrerberuf zu sichern.

Quer- und Seiteneinsteiger

Ohne eine weitere Generierung von Quer- und Seiteneinsteigern wird es auch für die Zukunft in Sachsen keine Entspannung der Bildungssituation geben. Nach Aussagen von Jens Weichelt, Vorsitzender des sächsischen Lehrerverbandes, bedeutet dieser Umstand aber auch eine weitere Zusatzbelastung der bislang an den Schulen tätigen Lehrkräfte, welche die „Neueinsteiger“ schließlich aus- und weiterbilden müssen. Zum 1. Mai plant Sachsen die Einstellung von 400 weiteren Quer- und Seiteneinsteigern, um diese für den Beginn des neuen Schuljahres einzusetzen. Auch für die bereits im Februar zu besetzenden Stellen wird vermutlich noch eine erhebliche Anzahl von Quer- und Seiteneinsteigern benötigt.

Eine weitere sächsische Grundproblematik ist, dass die bereits rund 1000 eingestellten Seiten- und Quereinsteiger bislang immer noch keine berufsbegleitende Qualifizierung für den Lehrberuf absolvieren. Außerdem müssen gerade im Bereich der Grundschullehrergewinnung deutlich mehr Studienplätze angeboten werden. Hinsichtlich der Verbeamtung der sächsischen Lehrer läuft derzeit innerhalb der Regierungskoalition von CDU und SPD ein wahrer Verhandlungsmarathon, der nach ersten Informationen aus dem von Christian Piwarz (CDU) geführten Kultusministerium zur Folge haben könnte, dass nicht nur alle Quer- und Seiteneinsteiger, sowie von anderen Bundesländern wechselnde Lehrkräfte, sondern auch der Großteil der rund 32.000 sächsischen Bestandslehrer eine Verbeamtung erwarten könnten.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. Mdr.de – Sachsen – Land ohne Lehrer
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