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Mündliche Gesprächskompetenz – stille Kinder im Unterricht

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Apr
18
2016

Schüler melden sich; Bild ohoo - Fotolia

Wenn die mündliche Mitarbeit nicht den Erwartungen der Lehrer entspricht, weil die Beteiligung am Unterricht nicht zufriedenstellend ist, handelt es sich oft um ein schüchternes Kind. Die Kritik an seinem Kommunikationsverhalten hat Konsequenzen. Denn sie spielt eine beachtliche Rolle bei der Notenvergabe.

In vielen Fächern macht die mündliche Mitarbeit fünfzig Prozent der Zeugnisnote aus. Bewertet werden die freiwillige Beteiligung und die inhaltliche Qualität der Beiträge nach Aufforderung durch den Lehrer. Mündliche Mitwirkung setzt aber freies Sprechen voraus. Das gelingt nicht allen Kindern auf Anhieb gut.

Die Angst, etwas Falsches zu sagen

Schüchterne Kinder müssen sich häufig überwinden, etwas zu sagen. Sie haben die richtige Antwort im Kopf und melden sich trotzdem nicht. Sie sind innerlich hin- und hergerissen sind, ob die Antwort richtig ist. Und ärgern sich, wenn die Mitschüler wieder schneller waren.
Ruhige Kinder haben Angst, dass sie den Gedanken falsch formulieren. Denn auch das wird benotet. Oder sie befürchten, für ihre Ideen ausgelacht zu werden.

Stille Schüler werden unterschätzt

Zurückhaltende Kinder überlegen sich genau, was sie sagen wollen. Sie setzen sich oft differenzierter als andere mit dem Stoff auseinander, reden nicht irgendetwas daher, sondern reflektieren, bevor sie Antwort geben. Stille Kinder brauchen Zeit zum Nachdenken. Sie lernen besser, wenn sie die Chance haben, den Stoff zu reflektieren. In der Schule wird ihnen diese Möglichkeit nicht immer gegeben. Zaghafte Kinder werden sich am Unterricht beteiligen, wenn es wirklich etwas gibt, das sie gerne berichten möchten. Leider gibt man ihnen das Gefühl, dass sie ständig etwas sagen müssen.

Gedanken sind wertvoll

Lehrer können stillen Kindern im Unterricht helfen, indem sie ihnen mehr Zeit zum Nachdenken geben. Gibt man der Klasse mehr Raum, um die Fragen in Ruhe zu beantworten, werden auch andere Schülern davon profitieren. Extrovertierte Schüler haben dann die Möglichkeit, ihre Gedankenblitze zu überprüfen. Auf diese Weise können unbedachte Antworten vermieden werden. Ein kleines Lob wirkt manchmal Wunder. Die Schüler machen die Erfahrung, dass ihre Ideen geschätzt werden. Es spornt sie an. Zugleich entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Methodenwechsel

Werden Ergebnisse schriftlich festgehalten, bekommen die Kinder mehr Zeit, um nachzudenken. Sie können ihre Ideen anschließend vorlesen oder vortragen, ohne unter Zeitdruck zu geraten. Auch Gruppenarbeiten geben Schülerinnen und Schülern die Chance, ihr Wissen ohne Angst unter Beweis zu stellen. Beteiligung am Unterricht ist auch die Bereitschaft zur Übernahme besonderer Aufgaben wie Referaten und Präsentationen. Zurückhaltende Schüler bereiten sich intensiver auf Vorträge vor. Das gibt ihnen ein sicheres Gefühl. Im Gegensatz zu extrovertierten Schülern sind Ihre Kenntnisse fundierter. Denn improvisiertes, oberflächliches Arbeiten ist selten ihre Vorgehensweise.

Focus Eltern

Eltern können viel dazu beitragen, das Selbstbewusstsein ihres Kindes zu stärken. Bei der alltäglichen Kommunikation dürfte es nicht schwerfallen, auf das Redeverhalten des Kindes Einfluss zu nehmen. Einer kräftigen Stimme hört man gerne zu. Auch deutliches, langsames Sprechen kann geübt werden. Beim Vorlesen in der Familie mit verteilten Rollen oder beim Dialog kann das Kind seine Stimme trainieren. Beim Reden in der Gesprächsrunde ist es gewinnend, wenn das Kind lernt, Blickkontakt mit den Personen zu halten. Lob und Ermutigung fördern das Selbstvertrauen und geben dem Kind die Bestätigung, dass es auf dem richtigen Weg ist.

Still und zurückhaltend zu sein ist eine Stärke, die in unserer schnelllebigen Gesellschaft eher als Schwäche ausgelegt wird. Denn aufgeschlossene, kommunikationsfähige Kinder scheinen besser in das Bild unserer Gesellschaft zu passen. Stille Kinder haben viel zu sagen. Die Fähigkeiten stiller Kinder zu fördern, ohne sie der lautstarken breiten Masse anzupassen, sollte in unserem Interesse sein.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. huffingtonpost.de: Was Schulen im Umgang mit stillen Kindern falsch machen
  2. elternwissen.com: So bekommt Ihr Kind gute Noten in der mündlichen Mitarbeit

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