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Wie sinnvoll ist die gesetzliche Krankenkasse für Beamte?

Geschätzte Lesezeit: 3-4 Minuten
Versicherungsordner Versicherung Verträge
Mrz
28
2017

GKV ratsam für Beamte?; Foto: Denis Junker - Fotolia

Beamte, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, stehen im direkten Vergleich zu ihren privat versicherten Kollegen finanziell schlechter dar. In der GKV muss der Beamte als freiwillig Versicherter, ausschließlich 100 Prozent Kassenbeitrag zahlen. Das bedeutet, dass es keine anteiligen Versicherungstarife gibt, die beispielsweise eine Versorgungslücke von 30% füllen sollen. Da die Beihilfe keine Beiträge der GKV erstattet, muss der volle Beitrag vom Beamten selbst gezahlt werden. In diesem Artikel wollen wir aufklären, warum die private Krankenversicherung nicht nur mit günstigen Beiträgen lockt, sondern zusätzlich auch noch bessere Leistungen bietet.

Erhalten Beamte einen Arbeitgeberanteil in der GKV?

Der Normalfall ist, dass ein Beamter Beihilfe für Aufwendungen im medizinischen Bereich bekommt. Sobald er einen Arzt, eine Behandlung oder Medizin in Anspruch nimmt, geht er zwar in Vorleistung, bekommt die Beträge jedoch von seiner Beihilfestelle zurückbezahlt. Die Höhe der Rückzahlung richtet sich je nach Bundesland. Da nicht die gesamten Kosten übernommen werden, braucht der Beamte nur über die verbleibenden Prozent eine private Restkostenversicherung abschließen.

Der große Unterschied zur GKV: Hier werden keine Kosten erstattet, sondern die Behandlungen in Sachleistungen ermöglicht. Der Beamte tritt in der gesetzlichen Krankenversicherung also nicht in Vorleistung. Die GKV bezahlt die gesamten Kosten sofort.

Bekommen Beamte für die Krankenversicherung einen Zuschuss?

Die monatlichen Beiträge der GKV rechnen sich nach dem Einkommen. Je mehr ein Beamter verdient, desto mehr muss er jeden Monat für seine Versicherung bezahlen, bis zu einer Maximalgrenze von 804.74 Euro mtl. Es gibt keinen Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte.

Beihilfe kürzt Zuschüsse in der GKV auf null

Natürlich haben auch die gesetzlich versicherten Beamten einen Anspruch auf Beihilfe. Dies allerdings nur in der Theorie, denn durch eine einfache Rechnung sinkt der Anspruch auf null. Die Beihilfe sieht vor, dass geleistete Behandlungen und weitere medizinische Versorgungen im Nachhinein erstattet werden. Da die GKV alle Leistungen sofort bezahlt und als Sachleistung ausgibt, hat die Beihilfe rechnerisch nichts, was es zu erstatten gäbe. Dadurch fällt die Beihilfe in der GKV für Beamte weg.

Beamte und gesetzliche Krankenversicherung: Zusatzversicherungen sind Sonderfälle

Bei Zusatzversicherungen sollten Beamte besonders aufmerksam sein. Möchte man die Leistung der GKV durch eine Zahn-Zusatzversicherung aufstocken, kann diese privat abgeschlossen werden. In diesem Fall sollte der Beamte sich bei der Beihilfestelle erkundigen, ob die abgedeckte Behandlung in der Beihilfevorschrift enthalten ist. Ist dies der Fall, können trotz GKV die Leistungen dieser Behandlung von der Beihilfe anteilig erstattet werden. Die private Zusatzversicherung muss als auch nur über die verbleibenden Prozente abgeschlossen werden.

Als Beamter freiwillig gesetzlich krankenversichert bleiben? Bundesländer machen Ausnahmen

Es gibt Ausnahmen, in denen die Beihilfe trotzdem greift, auch wenn der Beamte in der GKV versichert ist. Hierzu gehören:

  • Chefarztbehandlung
  • Zweibettzimmer
  • Sehhilfen
  • Zahnleistungen
  • Implantate
  • Heilpraktiker-Leistungen

Warum sollte ein Beamter in der GKV bleiben?

Aus rein finanziellen Gründen ist die Mitgliedschaft in der GKV für einen Beamten nicht zu empfehlen. Da es keinen Arbeitgeberanteil gibt, müssen alle Beiträge vollständig selbst bezahlt werden. Allenfalls die Familienversicherung könnte als Vorteil genannt werden, da für Kinder keine zusätzlichen Verträge abgeschlossen werden müssen. In der PKV muss für jedes Familienmitglied ein einzelner Vertrag abgeschlossen werden. Der monatliche Maximalbetrag in der GKV liegt bei 804,74 Euro. Für eine Familien PKV (1 Erwachsener & 2 Kinder) fallen meist nur 300 bis 350 Euro pro Monat an. Bei 70% Beihilfe müssen nur 30% versichert werden, bei Kindern sind es nur 20%. (Kinder kosten im Schnitt nur 35-45 mtl).

Unser Fazit zur gesetzlichen Krankenkasse für Beamte

Referendare und Beamte können sich natürlich in der GKV versichern. Ein Anspruch auf Beihilfe besteht auch. Dieser wird allerdings wie oben bereits erwähnt durch die Sachleistungen der GKV auf null herunter gerechnet, sodass keine Leistungen mehr für die eigentlichen Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden können.

Wir empfehlen allen Beamten und Referendaren verschiedene Szenarien durchzurechnen und einfach mal verschiedene Versicherungsmodelle miteinander zu vergleichen. Die gesetzliche Krankenversicherung bietet deutlich weniger Leistungen und ist verhältnismäßig teuer. Selbst wenn Familienangehörige mitversichert sind, kann die PKV einen finanziellen und leistungsbezogenen Vorteil liefern.

Die Kombination aus Beihilfe und einer guten privaten Krankenversicherung ist für Beamte und Referendare die deutlich bessere Variante. 50% des Beitrags werden von der Beihilfe übernommen. 50% versichert der Beamte selber. Ein weiterer Vorteil sind die deutlich besseren Leistungen der PKV. Die private Versicherung kostet also nur ca. die Hälfte, der gesetzlichen Krankenversicherung, hat aber viel mehr als Gegenleistung zu bieten.

Ein Kommentar

  1. Avatar Berg, Willi 15. November 2017

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