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Wissen

Berufsperspektiven im öffentlichen Dienst

Geschätzte Lesezeit: 3-4 Minuten
Gruppe Beamte Staatsdiener
Mai
24
2016

Der größte Arbeitgeber Deutschlands ist der öffentliche Dienst mit etwa 4,65 Millionen Beschäftigten (Stand Juni 2014). Laut dem Statistik-Portal statista waren darunter 3,16 Millionen Vollzeit- und 1,49 Millionen Teilzeitbeschäftigte. Die im öffentlichen Dienst tätigen Personen sind Beamte oder tarifbeschäftigte Angestellte oder Arbeiter.

Vielfältige Arbeitsbereiche

Bund, Länder oder Kommunen zählen zu den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes. Auch die Körperschaften oder die Anstalten des öffentlichen Rechts — wie etwa die Bundesagentur für Arbeit – Vereine, Verbände und Stiftungen gehören dazu. Den größten Arbeitgeberanteil machen dabei die öffentlichen Verwaltungen wie Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltungen aus. Die jeweiligen Bundes- und Landesbehörden werden dem Bund zugeordnet. Diese reichen von den Finanz-, Zoll- und Versorgungsämtern bis zu den Gerichten, Staatsanwaltschaften und Regierungsbehörden.

Wissenschaft, Gesundheit und Finanzen

Auch die städtische Energieversorgung, Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten zählen zu den großen Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes. Auf dem Gesundheitssektor sind es die städtischen Kliniken und Krankenhäuser. Im Finanzbereich gehören neben den regionalen Sparkassen, die Landes- und Bundesbanken dazu. Ebenso fallen Versicherungen wie Sozialversicherungen und gesetzliche Krankenversicherungen in das Berufsfeld des öffentlichen Dienstes.

Beamtenprivileg

Wer sich für eine Beamtenlaufbahn entscheidet, genießt einige Privilegien gegenüber Angestellten. Es wird ein unkündbarer Arbeitsplatz auf Lebenszeit garantiert, weshalb die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entfallen. Es lockt ein Paket aus zahlreichen Vergünstigungen bei Krankenversicherungen, Tarifen bei Krediten und anderen Versicherungen. Die Pension wird fast vollständig durch den Staat finanziert, während ein Angestellter einen Teil seines Lohns für die Rentenversicherung aufbringen muss.

Einstufung – Gruppen

Das deutsche Beamtenrecht sieht eine Gruppierung in vier Laufbahntypen vor. Abhängig vom Schulabschluss und der Ausbildung unterscheidet man zwischen dem einfachen, mittleren, gehobenen oder dem höheren Dienst.Beamte im einfachen Dienst üben meist arbeitsvorbereitende Betätigungen aus. Im mittleren Dienst arbeiten die meisten Beamten, wie etwa die Sacharbeiter der Behörden. Mit der Arbeit im gehobenen Dienst ist meist ein Fachhochschulstudium verbunden. Für die Laufbahn eines Beamten im höheren Dienst ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium Einstellungskriterium. Für den gehobenen technischen Dienst wird ein Studium an Fachhochschulen vorausgesetzt (z.B. Bauingenieurwesen). Anders sieht es aus beim gehobenen nichttechnischen Dienst. Hier kann man sich unmittelbar nach dem (Fach-)Abitur um einen Ausbildungsplatz bewerben.

Besoldungsgruppen der Beamten

I. einfacher Dienst A2 — A5 Schaffner, Gefreiter, Triebwagenführer, Kriminalwachtmeister,II. mittlerer Dienst A5 – A9 Justizvollstreckungsassistent, Lokomotivführer, Krankenpfleger/ Krankenschwester, Gerichtsvollzieher, PolizeihauptmeisterIII. gehobener Dienst A9 — A13 Kriminalkommissar, Oberleutnant, Hauptmann, Lehrer, RealschullehrerIV. höherer Dienst A13 – A16 Studienrat, Oberstudienrat, Akademischer Direktor, BotschafterB1 — B11 Direktor und Professor, Ministerialrat , Bundesbankdirektor, Leitender Ministerialrat, Generaldirektor, Präsident mittlerer Bundesämter, Präsident größerer Bundesämter, Regierungspräsident, Ministerialdirektor in Bundesministerien, Direktor beim Deutschen Bundestag, StaatssekretärNoch mehr Details zur Besoldungsordnung B.W1 — W3 Juniorprofessor, Professor, InstitutsdirektorNoch mehr Details zur Besoldungsordnung W.

Bewerber für den öffentlichen Dienst

Im Gegensatz zur freien Wirtschaft ist der öffentliche Dienst nicht der schwankenden Auftragslage unterworfen. Das macht die Bewerbung an öffentlichen Einrichtungen so attraktiv. Die Palette der Tätigkeiten reicht von der typischen Verwaltungsarbeit bis zu Einsatzkräften bei Polizei und Bundeswehr. Für die Bewerbung bei den Einstellungsbehörden empfiehlt sich eine klassische Form mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnis und Foto. Bewerber sollten sich stets auf die Besonderheiten der Ausschreibung beziehen unter Einhaltung der korrekten Ansprache der zuständigen Amtsperson. In einigen Bereichen des öffentlichen Dienstes werden Bewerbungen online eingefordert. Da empfiehlt es sich, qualitativ gute PDF-Dateien mit kleinen Dateigrößen anzuhängen.

Welche Laufbahn ist die richtige?

Beamte haben automatisch ein höheres Versorgungsniveau als Angestellte, die sich neben ihrer Rentenversicherung zunehmend privat absichern müssen. Während Beamte ihrem Dienstherrn auf Lebenszeit verpflichtet sind, werden Angestellte zeitlich befristet oder unbefristet eingestellt. Angestellte beziehen abhängig vom Bundesland oder vom Bund unterschiedliche Gehälter. Ihre Bruttogehälter sind Sozialabgaben unterworfen. Von den Dienstbezügen der Beamten werden nur die Einkommenssteuer und die Beiträge der privaten Krankenversicherung abgezogen. Beamte verdienen mehr als Tarifbeschäftigte in vergleichbaren Positionen. Nachteil ist allerdings die weniger flexible Laufbahn von Beamten. Ein Wechsel in die freie Wirtschaft ist für Beamte nach wenigen Jahren keine Option, während Tarifbeschäftigte mit weniger Hürden die Stelle wechseln können. 
Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. ausbildung-im-oeffentlichen-dienst.de – AUSBILDUNG IM ÖFFENTLICHEN DIENST
  2. tt-bewerbungsservice.de – Die Bewerbung für den Öffentlichen Dienst — Tipps zur Bewerbung bei staatlichen Organisationen
  3. stepstone.de – Jobs – Öffentlicher Dienst
  4. de.statista.com – Personal im öffentlichen Dienst in Deutschland bis 2014

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