Beamten-Infoportal Pixel

Kontakt

Nutzen Sie unseren kostenfreien Versicherungsvergleich für Beamte und Beamtenanwärter

06204 9 18 00

kontakt@beamten-infoportal.de

Rathausstraße 133, 68519 Viernheim

Montag bis Freitag 8.30 bis 17.30 Uhr

Lehrer

Gut, besser, Bachelor — die neue Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg zum WS 2015/16

Geschätzte Lesezeit: 2-3 Minuten
Studenten in einer Vorlesung
Jan
5
2016

Neue Lehramtsausbildung in Baden Württemberg; Bild: kasto - Fotolia

Gute Lehrer sind gesucht und mit der neuen Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg zum WS 2015/16 verbindet man hohe Erwartungen. Das Land erhofft sich von der Einführung der Bachelor-/Master-Studienstruktur, einen Pool an besonders befähigten Lehrern auszubilden. Sie sollen über sonderpädagogische Fähigkeiten verfügen und neben zwei Hauptfächern Experten im Vermitteln der deutschen Sprache sein.

Die Besten sind gerade gut genug

Die ersten Lehrer mit dem neuen Abschluss kommen 2022 an die Schulen. Die Landesregierung erhofft sich, dass die neue Generation die künftigen Herausforderungen an den Schulen mit wissenschaftlichem Scharfsinn managen wird. Neben der Planung, Durchführung und Analyse des Unterrichtens sowie der Organisation von Schulinteressen soll sie befähigt sein, Kindern ein offener Gesprächspartner zu sein und sie individuell zu fördern.

Die Reform der Lehrerbildung

Die Regelstudienzeiten wurden für das Lehramt Sekundarstufe I von acht auf zehn Semester verlängert. Außerdem müssen Pflichtveranstaltungen zur Inklusion, sowie Deutsch als Zweitsprache belegt werden. Beim Studiengang der Sonderpädagogik wird die Regelstudienzeit von neun auf zehn Semester angehoben. Dafür müssen aber zusätzliche Module absolviert werden. Die Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg besteht weiterhin aus zwei Ausbildungsphasen:

1. Bachelor of Science/Arts

In der Hochschulausbildung, dem Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption, werden die Studenten an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt und dringen in die Tiefen der von Ihnen gewählten Fächer vor. Das macht den größten Teil im Bachelorstudium aus. Gleichzeitig erhalten sie eine verstärkte professionsbezogene Ausbildung, die die aktuellen Themen wie Inklusion mit berücksichtigt. Außerdem erhalten sie eine forschungsbasierte, mit den Fachwissenschaften verzahnte Fachdidaktik. Es schließen sich drei Wochen Orientierungspraxis an. Der Abschluss mit Bachelorarbeit erfolgt nach spätestens sechs Semestern mit dem Erwerb des Titels Bachelor of Science/Arts

2. Master of Education

In der Masterphase werden die beiden in der Bachelorphase begonnenen Fächer in einer stärker professionsorientierten Weise durch eine enge Verzahnung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik weitergeführt. In der Regel wird im dritten Semester des Studiums ein 12-wöchiges Schulpraxissemester absolviert, um die verstärkte berufliche Orientierung mit einzubeziehen, was auch der Vorbereitung auf das Referendariat dienen soll. Mit dem Master of Education erlangt man die Zulassung zum Referendariat und kommt dem Traumjob Lehrer einen Schritt näher.

Vor- oder Nachteil?

Der Master of Education bietet einige Vorteile gegenüber dem Staatsexamen. Es ist besser strukturiert durch die Unterteilung in Module. Die Studenten müssen sich erst nach dem Bachelorstudium verbindlich für den Lehrerberuf entscheiden. Ein bewusster Entschluss für den Master, nachdem die Studenten Erfahrungen gesammelt haben, kann Studienabbrüche vermeiden. Die Landesregierung plant jedoch, den Zugang zum Master zu beschränken. Je besser also die Bachelornote ist, desto höher sind die Chancen auf einen Platz in einem Master Studiengang. Wer nicht für den Beruf Lehrer/in geeignet ist, kann sich nach dem Bachelor noch umorientieren. Eine sinnvolle berufliche Perspektive für Studierende, die nur das Bachelorstudium abschließen, sieht die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) allerdings nicht.

Der international anerkannte Abschluss Master of Education wird keine besseren Lehrer hervorbringen. Es werden weiterhin qualifizierte Fachexperten benötigt, die Lernprozesse methodisch strukturieren und gut vermitteln können. Nur wer hoch motiviert, verlässlich und belastbar ist, wird erfolgreich sein. Und vorurteilsfreie, engagierte Team- und Gesprächspartner werden ein Berufsleben lang diese berufliche Herausforderung stemmen können.

Weitere Quellen zum Thema:
  1. stuttgarter-nachrichten.de: Studenten können sich für das Lehramt später entscheiden
  2. baden-württemberg.de: Im Wintersemester 2015/2016 startete eine neue Lehrerbildung in Baden-Württemberg
  3. gew-bw.de: Umstellung des Lehramtsstudiums auf Bachelor und Master 2013
  4. stuttgarter-zeitung.de: Studium wird auf Bachelor und Master umgestellt

2 Kommentare

  1. Avatar Johannes Traudlov 10. Januar 2016
    • Avatar Lotte 14. Januar 2016

Schreibe einen Kommentar oder eine Nachricht

Versicherungsvergleich - kostenlos und unverbindlich

Die Experten des Beamten Infoportals stehen Ihnen mit geschultem Fachwissen und Erfahrung zur Seite.

Der Service ist für alle Beamte, Beamtenanwärter und Referendare kostenlos und unverbindlich!

Geburtstag*

Sichere Datenübertragung durch SSL-Verschlüsselung

Die Sicherheit Ihrer Daten ist uns wichtig. Mit modernsten Webstandards sorgen wir für Ihren Schutz.

Autor des Artikels:

Avatar