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Lehrer

Gewerkschaftsforderung: Klare politische Leitlinien zum Seiteneinstieg in das Lehramt!

Lehrerkinder an Schulen
Apr
23
2019

Klare Richtlinien für Seiteneinsteiger im Lehramt; Bild: WavebreakmediaMicro - Fotolia

Die in vielen Bundesländern unterschiedlichen Richtlinien zum Seiteneinstieg in das Lehramt, verursachen Ungewissheit und Perspektivlosigkeit. Die zum Teil nicht nachvollziehbaren Wege der politisch Verantwortlichen werden besonders scharf von Vertretern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert.

In Mecklenburg-Vorpommern unterrichten einige Seiteneinsteiger schon seit Jahren, ohne zu wissen, wie ihr beruflicher Werdegang sich weiterentwickelt. Für die GEW ist der dortige Umgang mit den neuen Lehrern ein unhaltbarer Zustand und sie rät den Betroffenen, sich direkt an das Bildungsministerium zu wenden. Der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm bedauerte das unerklärliche Handlungsversäumen seitens der Landesregierung. Er forderte ein klares Signal für einen nachvollziehbaren Weg zur Eingliederung der Seiteneinsteiger in das reguläre Lehramt. Kaum jemand sei in der Lage zu erörtern wie der Qualifizierungsweg, der im Land tätigen Lehrereinsteiger abzulaufen habe, um am Ende eine anerkannte Lehramtsbefähigung zu erhalten. Hierzu sei es dringend erforderlich, dass Mecklenburg-Vorpommern vorhandene Qualifikationen der Seiteneinsteiger berücksichtige und anerkenne, um diesen dann spezifische Angebote für den Weg in das reguläre Lehramt zu unterbreiten, so Walm.

Unterstützende Maßnahmen

Die Gewerkschaft bietet den Seiteneinsteigern notwendige Hilfestellungen und Informationen. Für die Zuerkennung des Lehramtes sind im Lehrerbildungsgesetz entsprechende Fristen aufgeführt. Generell belaufen sich diese für geleisteten Unterricht im Zeitraum von fünf, sieben oder zehn Jahren. Eine direkte Nachfrage beim Bildungsministerium sollte Klarheit schaffen, welche Fächer den Seiteneinsteigern individuell zugeordnet werden und wann die Betroffenen hierfür als vollwertig ausgebildete Lehrkräfte mit einer Besoldung rechnen können. Als unterstützende Maßnahme hat die Gewerkschaft für das Ansinnen der Seiteneinsteiger ein Musterschreiben erarbeitet und stellt dieses auf dem Internetportal des Landesverbandes zur Verfügung.

Statt eines einheitlichen Vergleichsreferendariats hatte das mecklenburg-vorpommersche Bildungsministerium kürzlich 46 Seiteneinsteigern eine Art pädagogischen Crashkurs eingeräumt. Die kompakten Lehrgänge sollen nach dem Willen des Ministeriums die einjährige Lehrerqualifizierung begleiten. Viele von den bereits unterrichtenden Seiteneinsteigern im Land haben diese Kompaktkurse noch nicht belegt. 192 Lehrer ohne Befähigungsqualifizierung sollen die Fortbildung noch in diesem Schuljahr absolvieren. Etliche Bildungsexperten bezweifeln die Effektivität dieser Maßnahmen und kritisieren sie. Im Land Brandenburg geht man unterdessen andere Wege, um Seiteneinsteigern den Weg zur qualifizierten Lehrkraft zu erleichtern. Die Landesregierung will den neuen Lehrern qualifizierte Pädagogen zur Seite stellen. Für diese Betreuung gewährt das Land eine Zulage von 100 Euro im Monat.

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. NDR – GEW fordert klaren Seiteneinstieg ins Lehramt
  2. news4teachers – Zulage für Lehrer: Wer Seiteneinsteiger betreut, bekommt 100 Euro extra