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Lehrer

Brandenburg: Tücken der Digitalisierung – Lehrer warten weiter auf E-Mail-Account!

Brandenburg
Apr
8
2019

Lehrer in Brandenburg warten weiter auf Mails; Bild: Beamten-Infoportal

Die Kommunikation der bundesdeutschen Lehrkräfte mit Kollegen, Schülern oder Eltern ist vielerorts immer noch nur über die private E-Mail Adresse möglich. Das Land Brandenburg wollte schon längst die Einführung von dienstlichen Mailanschriften abgeschlossen haben, musste allerdings feststellen, dass sich die Umsetzung als äußerst schwierig erwies.

Vor über einem Jahr kündigte die zuständige Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) eine zügige Erledigung der Maßnahme an und übergab den Auftrag an das Innenministerium, dessen Dienstleistungsfirma im Bereich Informationstechnik die Abwicklung übernehmen sollte. Nun warten die rund 20.000 Lehrer im Land immer noch auf ihren dienstlichen E-Mail-Account. Ein Ministeriumssprecher vertröstete die Betroffenen auf das Jahr 2020. Die Verfügbarkeit des angestrebten Systems verzögere sich, da die Dimension des Gesamtprojektes augenscheinlich unterschätzt wurde, so das Innenministerium. Es ergaben sich demnach technische Problematiken bei der Integration bereits laufender Systemkomponenten, wie beispielsweise der „Schul-Cloud“.

Konzeptloses Vorgehen

Der rechtlich fragwürdige Hinweis des Ministeriums, dass derartige bereits existierende Fachkomponenten durchaus vom heimischen Computer der Lehrer nutzbar seien, zeugt von Hilflosigkeit. Generell ist ein solches Handeln Beschäftigten der Landesverwaltung untersagt und auch Polizeibeamte oder Mitarbeiter der Finanzverwaltung dürfen in diesem Rahmen nur innerhalb geschützter Infrastrukturen, also von einem zur Verfügung gestellten sicheren IT-Bereich des Arbeitsplatzes agieren. Bei der Einführung von dienstlichen E-Mail-Adressen fehle es der Behörde an jeglicher Art von inhaltlichen Konzepten, hieß es vonseiten der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Deren brandenburgischer Landesvorsitzender, Günther Fuchs, sprach davon, dass die Politik das Thema über Jahre „verschlafen“ habe.

Gerade die Rechtssicherheit in diesem sensiblen Bereich unter Berücksichtigung aller Datenschutzaspekte, lasse sich nicht durch schnelles, unüberlegtes Handeln lösen. Zur Umsetzung einer so komplexen Maßnahme benötige man eine Dienstvereinbarung. Es gehe um die Klärung aller Sicherheitskomponenten im dienstlichen Mail- und Kommunikationsbereich und die Einbindung sowie Schulung der Lehrkräfte. Hierzu sollte der Personalrat alle notwendigen Schritte mit dem Dienstherren erörtern, so der GEW-Landeschef. Das Problem ist wahrlich nicht neu und betrifft nahezu alle Bundesländer. Vielerorts, beispielsweise in einigen kreisfreien Städten, wurden sporadische E-Mail-Accounts für Lehrkräfte eingerichtet. Die überwiegende Anzahl der Lehrer nutzt weiterhin private und damit kommerzielle E-Mail-Anbieter.

Die Kommunikation im Zeichen von sicherheitsrelevanten, personenbezogenen Daten ist dabei schwierig, berücksichtige man die aktuellen Rechtsvorschriften. Einige Länder machen es sich daher eher einfach, so zum Beispiel Thüringen. Das dortige Bildungsministerium verzichtet derzeit komplett auf das Bestreben, hin zu einem einheitlichen System. Kurze Begründung: Zu teuer! Für Gewerkschaften und Verbände ein absolutes Unding. Datensichere dienstliche E-Mail-Adressen seien eine notwendige Voraussetzung zum geregelten Arbeitsablauf und signalisieren den Lehrkräften eine Mitverantwortung des öffentlichen Arbeitgebers. Man könne die Beschäftigten „online“ nicht allein im Regen stehen lassen!

Weiterführende Quellen zu diesem Thema:
  1. news4teachers – Lehrer müssen weiter auf eine dienstliche E-Mail-Adresse warten – jetzt hat Brandenburg die Einführung verschoben (“umfangreicher als gedacht”)
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